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IoT-Studie von YouGov und eco Verbraucher wünschen sich Kostenersparnis und Sicherheit

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Das Internet der Dinge erlaubt es, Maschinen, Geräte und Gegenstände zu vernetzen und mithilfe von Sensoren Datenströme zu generieren, um sie zu analysieren. Von diesem Konzept versprechen sich Verbraucher eine Kostenersparnis und mehr Sicherheit. Allerdings haben Viele auch Bedenken vor einem zunehmenden Kontrollverlust.

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Internet-of-Things-Studie zeigt, was Nutzer erwarten
Internet-of-Things-Studie zeigt, was Nutzer erwarten
(Bild: YouGov)

Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie Internet der Dinge, die das internationale Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov mit Unterstützung des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. durchgeführt hat. Dabei wurden über 2.000 Internetnutzer im März und April dieses Jahres befragt.

Unterschiedliche Erwartungen ans Smart Home

Eine Kostenersparnis durch das IoT erwarten beispielsweise 71 Prozent der Befragten durch die Möglichkeit, die Raumtemperatur über eine Smart-Home-Heizung automatisch regeln zu können. Ebenso viele versprechen sich einen Sicherheitsgewinn durch smarte Vorrichtungen zum Öffnen und Schließen von Fenstern und Türen.

Das Thema Smart-Home im Zusammenhang mit Türen und Fenstern weckt bei 54 Prozent der Befragten trotz prinzipieller Begeisterung aber auch Ängste vor einem Kontrollverlust, wenn es beispielsweise nicht nur um das automatische Schließen der Wohnungstür, sondern auch um das automatische Öffnen im Zusammenhang mit IoT-gestützter Gesichtserkennung geht. Nur 32 Prozent der Befragten beurteilten dagegen die Möglichkeit positiv, dass der vernetzte Kühlschrank Lebensmittel eigenständig nachbestellt. Immerhin fanden es 64 Prozent der Teilnehmer gut, würden sie eine automatische Warnung erhalten, wenn Lebensmittel kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stünden.

IoT im Auto

Sehr positiv wurde der Nutzen des Internets der Dinge im Zusammenhang mit Verkehr, Auto und Telematik beurteilt, etwa beim automatischen Bremsen (80 Prozent), während das autonome Lenken eines Fahrzeugs nur 36 Prozent der Befragten positiv beurteilten. Die Studie förderte auch zutage, dass ein Großteil der Teilnehmer bei im Zusammenhang mit IoT stehenden Produktinnovationen nicht nur die bisher branchenführenden Unternehmen vorne sehen.

So trauten die Befragten beispielsweise beim Thema automatische Heizungssteuerung nicht nur Unternehmen wie Vaillant oder Viessmann entsprechende Innovationen zu, sondern auch IT-Unternehmen wie Samsung oder Apple. Im Automobilsektor zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Nicht nur von Mercedes-Benz, BMW und Audi werden Innovationen im Bereich autonomes Fahren erwartet, sondern auch von Google. So sprachen die Befragten dem Internet-Riesen in diesem Bereich eine hohe Expertise zu.

Das IoT steht noch am Anfang

Laut Holger Geißler, Vorstand bei YouGov, zeigten die Studienergebnisse, dass Nutzer von im Internet vernetzten Produkten künftig nicht nur eine Kostenersparnis und mehr Sicherheit erwarteten, sondern auch mehr Bequemlichkeit. Nur dann würden sich die neuen Technologien nicht nur bei Early Adopters, sondern auch in der Breite durchsetzen.

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Vernetzung von Kaffeemaschinen, Autos und Co. noch nicht an einem Punkt ist, an dem solche Produkte mehrheitsfähig wären. Zudem fehle es den Menschen oft noch am grundlegenden Verständnis. Daher stünden bei den derzeitigen Anbietern noch primär die Early Adopter im Vordergrund und noch nicht die breite Masse. So beurteilten 88 Prozent der Early Adopters das Internet der Dinge als „eine gute Sache“ (gegenüber 65 Prozent aller Internetnutzer).

Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V., kommentiert die Ergebnisse: „IoT hat Zukunft, nicht nur, weil es unserer Art entspricht, alte Technik durch neue, einfachere, unterhaltsamere zu ersetzen: sollten in zwanzig Jahren tatsächlich 8,1 Milliarden Menschen leben und die meisten davon in Städten, ist es eine Frage des Überlebens, zumindest aber der Lebensqualität, das Internet der Dinge zu erschaffen.“ Das werde laut Summa auch dadurch deutlich, dass man künftig nicht nur junge technikaffine Menschen für vernetzten Produkte werde begeistern können, sondern auch alte und kranke Menschen, die mithilfe solcher Innovationen länger in ihren eigenen vier Wänden verweilen könnten.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist