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SAS-Studie zu Datenschutzbedenken Verbraucher schränken ihre Aktivitäten nicht ein

Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Nico Litzel

Immer weniger Verbraucher lassen sich von Hackerangriffen und Datendiebstahl beeindrucken und dadurch von der Nutzung digitaler Dienste abhalten.

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Eine Studie von SAS zeigt: Verbraucher schränken ihre digitalen Aktivitäten trotz Datenschutzbedenken nicht ein.
Eine Studie von SAS zeigt: Verbraucher schränken ihre digitalen Aktivitäten trotz Datenschutzbedenken nicht ein.
(Bild: SAS)

Vor zwei Jahren haben solche Ereignisse laut einer Umfrage weltweit noch bei 77 Prozent der Befragten Bedenken im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit erhöht.

Inzwischen ist die Zahl der Befragten, die angesichts solcher Ereignisse Sorgen um ihre Daten haben, auf 63 Prozent gesunken. Das zeigt die aktuelle Studie „Mobility, Vulnerability and the State of Data Privacy“ von SAS.

Mehr Sorgen wegen Unternehmen

Größer sind die Bedenken, wenn es darum geht, wie Unternehmen mit den persönlichen Informationen umgehen, die die Verbraucher bei ihren Internetaktivitäten hinterlassen. Hier machen sich 62 Prozent der Umfrageteilnehmer weltweit Gedanken.

Deutsche Verbraucher besonders kritisch

Nur rund zehn Prozent haben volles Vertrauen, dass sie die Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten haben. 28 Prozent glauben dagegen, dass sie keinerlei Einfluss darauf haben, was mit diesen geschieht.

Betrachtet man die Ergebnisse auf Länderebene, so zeigt sich, dass sich in Deutschland 63 Prozent der Umfrageteilnehmer Sorgen machen, wie Unternehmen ihre persönlichen Daten nutzen.

Unternehmen handeln nicht verantwortungsvoll

Innerhalb Westeuropas sind die Bedenken nur in Spanien höher (73 Prozent). Drei von zehn Deutschen wiederum meinen, dass sie keinerlei Einfluss auf die Verwendung ihrer Daten haben – dieser Wert liegt etwas über dem globalen Durchschnitt.

Worüber sich Verbraucher einig sind: Unternehmen haben die Verantwortung für ihre Daten, tun aber nicht genug, um diese zu schützen. In Deutschland sind lediglich 21 Prozent der Ansicht, dass Anbieter offen und transparent mit ihren Datenschutzrichtlinien umgehen, global gehen immerhin 28 Prozent davon aus.

Skepsis bei mobilen Endgeräten

Gerade bei den Smartphone-Nutzern (61 Prozent) waren die Vorbehalte sehr groß. Aber auch Wearables werden mittlerweile von 45 Prozent kritisch betrachtet. All das hat jedoch keine Konsequenzen auf das allgemeine Nutzungsverhalten, denn kaum jemand schränkt wegen seiner Bedenken die Nutzung von Online-Diensten ein.

Anders verhält es sich jedoch noch beim Thema Mobile Payment. Das Bezahlen per Handy wird wegen Sicherheitsbedenken nur von 30 Prozent genutzt.

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