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Kommentar von Omri Kohl, Pyramid Analytics Übertragbare Geschäftslogik statt Datensilos

| Autor / Redakteur: Omri Kohl / Nico Litzel

Vor etwa 15 bis 20 Jahren waren die Bereiche Business Intelligence und Analytics noch komplett in IT-Hand. Entwickler entwarfen raffinierte Datenbanken und Datenmodelle, deren Frontend-Systeme jedoch für Anwender oft zu umständlich und unhandlich waren.

Der Autor: Omri Kohl ist CEO von Pyramid Analytics
Der Autor: Omri Kohl ist CEO von Pyramid Analytics
(Bild: Pyramid Analytics)

Die Daten ließen sich nicht wie gewünscht nutzen und der Zugriff auf die Informationen gestaltete sich sehr schwierig. Die IT-Experten mussten, neben ihren eigentlichen Aufgaben im Unternehmen, auch Berichte und Inhalte für die unterschiedlichen Abteilungen aufbereiten und zur Verfügung stellen. Die Anwender waren komplett abhängig von diesen Auswertungen.

Mit der Zeit begann der Trend in Richtung einfach zu bedienender BI- und Analyse-Tools, die mehr und mehr den End-Benutzer in den Fokus stellten. Bald war jeder in der Lage, diese Tools vom Internet auf den eigenen Desktop herunter zu laden. Dank der stärkeren Agilität und Flexibilität drehte sich plötzlich im Bereich BI alles um den individuellen Anwender. Bekannt wurde dieser Wandel als „Me-BI“-Modell. Es bot den einzelnen Nutzern und vor allem Wirtschaftsanalytikern mehr Leistungsfähigkeit und Unabhängigkeit.

Inkonsistente Datensilos

Diese Entwicklung hin zur Nutzung von Me-BI-Desktop- und persönlichen Produktivitätstools bringt jedoch sehr viele Herausforderungen mit sich. Denn auch „Me-BI“ stößt an seine Grenzen, da der individuelle Einsatz von Business Intelligence und Analytics langfristig zu losgelösten, nicht zusammenhängenden, inkonsistenten Datensilos führt.

Damit vergeben die Anwender alle Vorteile, die mit einer integrierten, im ganzen Unternehmen eingesetzten BI-Plattform erst möglich werden: Sicherheit, Steuerung, Skalierbarkeit und die Fähigkeit, zusammen zu arbeiten und so verlässliche Daten miteinander zu teilen. Me-BI hat den Zugang und die Nachfrage nach geeigneten Tools zwar gefördert, das BI-Spielfeld für Unternehmen hat sich jedoch weiter verändert.

Um 100.000 Nutzer skalieren zu können, müssen BI-Lösungen unterschiedliche Anforderungen in einem Unternehmen erfüllen – von den weniger technischen Abteilungen eines Unternehmens bis hin zur zentralen IT-Abteilung, in der jeder unterschiedliche Wünsche und

Bedürfnisse hat. Wenn Unternehmen eine solche End-to-End-Plattform besitzen, sind sie für diese Skalierung besser vorbereitet. Da Desktop-Lösungen oftmals nicht von offizieller Seite abgesegnet sind und losgelöst von der zentralen IT-Infrastruktur laufen, stellen sie zudem ein Sicherheitsrisiko dar und schränken den Austausch von Informationen ein.

„We-BI“

Unternehmen, die Business Intelligence betreiben, sollten daher auf „We-BI“ umstellen. Da es mehr Personen eines Unternehmens miteinbezieht, eröffnet es ganz neue Möglichkeiten. Mitarbeiter können Daten analysieren, überwachen und darüber berichten, und erhalten so zuverlässige Erkenntnisse, um stichhaltige Entscheidungen treffen zu können.

Darüber hinaus finden sich Anwender in einer Position, in der sie miteinander kontinuierlich und sicher an Geschäftslogiken arbeiten und Daten miteinander verknüpfen können. Das Ergebnis ist eine höhere Verantwortlichkeit auf allen Unternehmensebenen. Mit unterschiedlichen Desktop-Lösungen und singulären Tools ist dies nicht möglich.

Mit der integrierten End-to-End-Plattform erhalten Unternehmen einheitliche und umfassende Informationen zu ihrem Unternehmen – „die eine Version der Wahrheit“. Ein Beispiel: Ein großes Unternehmen mit Mitarbeiter in über 50 Ländern stellte 100.000 Nutzern eine Analytics-Lösung zum eigenständigen Gebrauch zur Verfügung. Dank der hochleistungsfähigen, für Unternehmen geeigneten Architektur und der einfachen Bedienbarkeit, konnte eine große Anzahl an weniger technisch affinen Mitarbeiter ganz leicht Inhalte erstellen und diese massenhaft teilen.

Datenkontrolle innerhalb des Unternehmens

Ein weiterer, wichtiger Nebeneffekt des We-BI-Modells ist die höhere Datenkontrolle innerhalb des Unternehmens. Der Begriff Kontrolle wird dabei oft negativ gewertet, erhält jedoch in einem neuen Kontext eine positivere Note. Vor allem dann, wenn Unternehmen die kontrollierte Datenermittlung (Governed Data Discovery) dazu nutzen, um scheinbar ungleiche Bedürfnisse von IT und anderen Geschäftsabteilungen in Einklang zu bringen.

We-BI umfasst jedoch nicht nur Datenkontrolle, sondern auch geregelte Analysen. Datenintegrität und Datenschutz wird damit genauso sichergestellt wie aussagekräftige und gemeinschaftliche Auswertungen vorangetrieben werden können. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der zentralen IT Abteilung und den Geschäftsabteilungen sind abgestimmt und abgedeckt. Die Endbenutzer können selbständig Datenmodelle erstellen und analysieren, während die IT auftragskritische Daten sichert und für deren richtige Bereitstellung sorgt.

Pyramid Analytics BI office basiert auf einer Technologie, die sofort einsetzbar ist und End-to-End-Analysen ermöglicht. Es lässt sich leicht eigenständig bedienen und erlaubt gleichzeitig eine skalierbare Zusammenarbeit und Kontrolle. Zudem kombiniert, erweitert und schützt es schon vorhandene Dateninvestitionen.

Kurzum – Unternehmen erhalten das Beste aus beiden Welten: BI Office erfüllt sowohl den hohen Anforderungsstandard nach Kontrolle und Sicherheit, welches die IT-Abteilung eines großen Unternehmens erwartet als auch die Agilität für die einzelnen Mitarbeiter in den jeweiligen Geschäftsabteilungen.

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