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Open IoT Challenge „Twitternde Pflanzen“ gewinnen Preis bei Internet-of-Things-Wettbewerb

Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Nico Litzel

Dank des Internet of Things könnten verdurstende Pflanzen bald der Vergangenheit angehören: Zwei Informatik-Studierende der HAW Hamburg haben für ihr Konzept eines „Internet der Pflanzen“ auf der Open IoT Challenge der Eclipse Foundation den dritten Preis gewonnen.

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Das „Internet der Pflanzen“: Das quelloffene Watr.li-Projekt überwacht den Feuchtigkeitsstand und den Wasserbedarf von Pflanzen und gibt über Netzwerkanbindung aus, wann sie gegossen werden müssen.
Das „Internet der Pflanzen“: Das quelloffene Watr.li-Projekt überwacht den Feuchtigkeitsstand und den Wasserbedarf von Pflanzen und gibt über Netzwerkanbindung aus, wann sie gegossen werden müssen.
(Bild: Watr.li/Vimeo (Screenshot))

Die beiden Studierenden Lotte Steenbrink und Lucas Jens hatten für den internationalen Ideenwettbewerb ihr Watr.li-Projekt eingereicht. Hierbei können Pflanzen auf elektronischem Weg mitteilen, ob sie zu viel oder zu wenig Wasser abbekommen haben. Der Feuchtigskeitsstand einer jeden Pflanze lässt sich über eine Internetanbindung öffentlich darstellen. So kann beispielsweise in einem Büro-Umfeld jeder Mitarbeiter schnell einsehen, ob ein spezielles Gewächs gerade gegossen werden muss oder nicht. Diese Art der Automation zeigt die Idee der „Industrie 4.0“ in einem alltäglichen Umfeld.

Die Pflanzen werden beim Watr.li-Projekt mit Atmel SAM R21 Boards überwacht, die mit DFROBOT-SEN0114-Feuchtigkeitssensoren ausgestattet sind. Die Datenknoten verwenden als Basis für ihr „Internet der Pflanzen“ die hardwareunabhängige RIOT-Plattform, ein Open-Source-Betriebssystem zur offenen Gestaltung von Daten und Datenaustausch. Für die Darstellung ist der Einplatinenrechner Raspberry Pi zuständig. Der quelloffene Code des Watr.li-Projektes kann auf GitHub eingesehen werden.

Auf der IoT Challenge der Eclipse Foundation belegten die zwei Studierenden mit ihrem "Internet der Pflanzen" nun den dritten Platz, der mit 250 US-Dollar, einer MicroEJ-Lizenz im Wert von 5500 US-Dollar und einem Cortex-M4 Entwicklerboard dotiert wurde.

Die Eclipse Foundation ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Ermöglichung und Förderung von Open-Source-Projekten. Mit der IoT Challenge sollten speziell kreative Internet-of-Things-Anwendungen gefördert werden, die auf offene Software und offene Standards zurückgreifen. Sieger des Wettbewerbs wurde der Italiener Davide de Cesaris für das „Caracho“-Projekt, ein cloudbasiertes Fahrzeugüberwachungssystem. Den zweiten Platz belegten Emir Ercan Ayar (Istandbul Technical University) und Utku Olcar (Bahcesehir University), die mit IoNeeds ein quelloffenes Überwachungsgerät für Gefäße geschaffen haben.

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