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Industrielle KI Top of the Pops – SparkCognition and Sight Machine

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Nico Litzel

Das Beratungsunternehmen ABI Research hat die Wettbewerbsfähigkeit von Start-ups verglichen, die KI-Lösungen für die Fertigungsindustrie entwickeln. Durch die Zusammenarbeit mit solchen Unternehmen bekommen etablierte Fertiger Unterstützung und Beratung beim Einsatz von KI.

Das Technologie-Beratungsunternehmen ABI Research hat die Wettbewerbsfähigkeit von KI-Startups verglichen und die Sieger gekürt.
Das Technologie-Beratungsunternehmen ABI Research hat die Wettbewerbsfähigkeit von KI-Startups verglichen und die Sieger gekürt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Gesamtzahl der installierten KI-fähigen Geräte in der industriellen Fertigung wird im Jahr 2024 voraussichtlich 15,4 Millionen erreichen. Das wachsende Interesse am Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hat zur Entstehung von Start-ups geführt, die an KI-Algorithmen zur Steigerung und Optimierung von Produktionsprozessen in der Fertigung arbeiten – und zwar an Algorithmen, die nicht auf Bildverarbeitungslösungen basieren.

Diese KI-Algorithmen können Muster entdecken, Bedingungen erkennen und frühzeitige Warnungen und Erklärungen zum aktuellen Betriebsstatus und zu Anomalien liefern. Das Technologie-Beratungsunternehmen ABI Research hält SparkCognition and Sight Machine für führend in der industriellen KI mit Schwerpunkt auf der Prozessoptimierung.

Nur Anbieter industrieller KI-Software wurden gerankt

Im Rahmen der Wettbewerbsbewertung der industriellen KI wurden sieben Anbieter von industrieller KI unter die Lupe genommen und in eine Rangliste aufgenommen, nämlich Falkonry, FogHorn, Maana, Presenso, Sight Machine, SparkCognition und Uptake, wobei das bewährte, unvoreingenommene Rahmenwerk von ABI Research für Innovation/Implementierungskriterien verwendet wurde.

Bei dieser wettbewerbsbezogenen Bewertung wurden die technischen Möglichkeiten der Software des jeweiligen Anbieters untersucht; die Implementierungsbewertungen konzentrierten sich auf die Fähigkeit des Anbieters, die Lösung zu liefern und in bestehende Lösungen etablierten Unternehmen wie GE, Siemens, ABB und Bosch in einer Vielzahl von Fertigungsbereichen zu integrieren.

„Während es viele Anbieter von industriellen KI-Lösungen gibt, die von Cloud-Service-Anbietern bis hin zu Systemintegratoren reichen, konzentriert sich dieses Ranking auf Anbieter von industrieller KI-Software. Alle sieben Unternehmen, die in diesem Wettbewerbsvergleich aufgeführt sind, konzentrieren sich auf die Entwicklung von KI-Software zur allgemeinen Effizienzsteigerung in der industriellen Fertigung“, erklärt Lian Jye Su, Principal Analyst bei ABI Research. Die Anbieter gehen Partnerschaften mit verschiedenen Public-Cloud-Anbietern, Systemintegratoren, Chipsatz- und Industrieausrüstungsherstellern ein, sodass ihre Lösungen auf Geräten, Gateways und Servern vor Ort beim Endkunden eingesetzt werden können.

ML-Verfahren entlasten KI-Experten von Alltäglichem

„SparkCognition und Sight Machine zeigen beide ihre Stärke bei der Interoperabilität mit bestehender Industrie- und Fertigungssoftware“, sagt Su. Beide Firmen haben einen großen Kundenkreis. Ihre Lösungen verfügen über innovative automatische Machine-Learning-Funktionen. „Zurzeit können die meisten KI-Lösungen Daten sammeln und mittels (halb-)überwachtem maschinellen Erkenntnisse gewinnen und Empfehlungen generieren. Der Aufstieg des automatisierten maschinellen Lernens wird die KI-Experten von den alltäglicheren KI-Optimierungsaufgaben befreien und es ihnen ermöglichen, neue KI-Anwendungsfälle zu erforschen.“

Beiden Anbieter folgen Uptake, FogHorn und Falkonry. Diese Gruppe zeigt Stärken in bestimmten Segmenten der wettbewerblichen Beurteilung. Falkonry bietet innovative Lösungen, insbesondere bei der Cloud-to-Edge-Datenerfassung, wo viele Wettbewerber nur Cloud-basierte Lösungen anbieten.

Uptake aufgrund seiner starken Präsenz bei der vorausschauenden Wartung in verschiedenen Branchen führend in Sachen Implementierung. Allerdings ist die Lösung von Uptake auf die Cloud beschränkt, doch dürfte Partnerschaft mit dem KI-Spezialisten FogHorn dafür sorgen, KI-Kapazitäten für die Edge-to-Cloud zu schaffen. Folglich werden beide Unternehmen in den kommenden Jahren am KI-Markt ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

Viele Start-ups werden von Herstellern übernommen

„Die Fertigungsunternehmen sind beim Aufbau eigener internen Data-Science-Kapazitäten für die KI-Implementierung einem enormen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die meisten KI-Talente ziehen es vor, entweder bei Internet-Giganten oder KI-Start-ups zu arbeiten, was die Talentakquise für Industrieunternehmen zu einer echten Herausforderung macht. Daher bleibt ihnen nur eine praktikable Option: die Zusammenarbeit mit reinen Industrie-KI-Start-ups. Dadurch erhalten sie zusätzliche Unterstützung und Beratung beim Einsatz von KI. Aufgrund ihrer spezifischen Fähigkeiten und ihres Know-hows werden dieser Startups oft von großen Herstellern übernommen, wie die kürzliche Übernahme von Presenso durch SKF zeigt“, so Analyst Su.

Diese Ergebnisse stammen aus dem Bericht von ABI Research über die Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie-KI-Plattformen und Dienstleistungsanbietern. Dieser Bericht ist Teil des Forschungsservice des Unternehmens für Industrie und Fertigung, der Forschung, Daten und Analysten-Insights umfasst.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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