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Quelloffenes Framework Tibco stellt IoT-Integrationslösung Project Flogo vor

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Mit „Project Flogo“ hat Tibco Software eine ultraleichte IoT-Integrationslösung präsentiert. Dabei handelt es sich um eine quelloffene, besonders kompakte Engine für die Ausführung von Anwendungs- und Geschäftslogik am Netzwerkrand.

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Tibco Software hat das Project Flogo gestartet.
Tibco Software hat das Project Flogo gestartet.
(Bild: Screenshot / www.flogo.io)

Laut einer Gartner-Umfrage sehen 43 Prozent der Befragten die IoT-Integration als eine der drei wichtigsten technologischen Herausforderungen. In einer anderen Studie fanden die Marktforscher heraus, dass bis 2020 bei 75 Prozent aller IoT-Projekte eine Integrationsplattform genutzt wird, die von einem Drittanbieter stammt. Mit Project Flogo bietet Tibco nun eine entsprechende Open-Source-Lösung an. Sie vereinfacht die IoT-Integration mittels einer webbasierten Benutzerschnittstelle. Sie beruht auf Workflows, bringt Integrationsanwendungen direkt in die betreffenden Geräte ein und übernimmt die Bereitstellung.

Kompakte Engine

Die Integrationsengine ist besonders schlank ausgefallen. Laut Tibco liegt der durchschnittliche Installationsumfang bis zu 20 Mal unter dem von Node.js und bis zum Faktor 50 unter dem von Java. Die Engine lässt sich sowohl in der Cloud als auch lokal auf IoT-Edge-Geräten nutzen. Auf diese Weise lassen sich kritische Rechenoperationen auch an sehr kleine Geräte auslagern. Dies erweitert laut Tibco das Spektrum der Endnutzererfahrung und senkt die Betriebskosten, die bei konstant verbundenen Architekturen anfallen.

Offener Ansatz

Entwickler können mit Project Flogo kachelbasierte Workflows im Browser designen und debuggen. Zum dialogorientierten Design zählt auch ein Debugger mit Step-Back-Funktion. Mit ihm können sich Entwickler frei innerhalb der Workflows bewegen und ihre Anwendungen interaktiv von Fehlern befreien. Der quelloffene Ansatz verhindert einen technologischen Lock-in und begünstigt die Entstehung einer Entwicklergemeinde.

Vorteile der Auslagerung

Die Auslagerung von Integrationsanwendungen auf IoT-Geräte am Netzwerkrand bringt folgende Vorteile:

  • Leistungsfähigere Echtzeit-Sense- & Respond-Funktionen, da Ressourcen und Entscheidungen lokal angesiedelt sind.
  • Das System arbeitet auch dann einwandfrei, wenn eine Internetverbindung problematisch oder unerwünscht ist.
  • Niedrigere Kommunikationskosten, da Daten selektiv übertragen, intern gespeichert und/oder verworfen werden.
  • Über ein Air Gap (eine Netzwerksicherheitsmaßnahme) können gesicherte Netzwerke physikalisch von nicht gesicherten Netzwerken isoliert werden.

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