Welchem Langzeit-Archivkonzept sollte man den Vorzug geben?

Taugen Dateisysteme oder Objekt-Speicher besser für Longterm-Storage?

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Des Weiteren kann man mit Object Storage auch noch mehrere Objekte gruppieren und in Containern zusammenfassen, was damit vergleichbar wäre, wenn Sie für alle Mäntel Ihrer Familie nur eine Garderobenmarke bekommen hätten, aber trotzdem jeden Mantel einzeln hätten abholen können.

Archivierung mit Object Storage

Für die unternehmenskritische Aufgabe der Langzeitarchivierung können mit Object-Storage-Systemen zum Beispiel die Aufbewahrungsfrist, der Zeitpunkt der Erstellung und Hashwerte für die Integritätsprüfung als Metadaten direkt mit den eigentlichen Archivdaten abgelegt werden.

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Dadurch werden die Archiv-Objekte selbstbeschreibend und überprüfbar und können damit quasi autark durch ihr langes Leben wandern. Daten, die alle wesentlichen, beschreibenden Zusatzinformationen in einer Einheit bei sich tragen, können auf jeder heutigen und zukünftigen Speichertechnologie von beliebigen, auch heterogenen, Herstellern gespeichert werden.

Dabei können sie jederzeit verifiziert werden z. B. über sichere inhaltsbezogene Hashwerte, was weitere Vorteile, wie eine Selbstheilung der Daten ermöglicht. Werden im Monitoring des Archivs kaputte Daten erkannt, können diese durch valide Objekte aus einem gespiegelten Datenpool ersetzt werden.

Regeneration

Dies bietet dem Anwender die höchstmögliche Sicherheit, auch während sehr langer Speicherzeiträume auf valide Daten zugreifen zu können, was von größter Bedeutung ist. Nur durch die Einheit von Daten und Metainformationen kann sichergestellt werden, dass alle Dokumente am Ende der Reise und nach diversen Migrationen noch korrekt ankommen!

Gerade der Aspekt der Datenmigrationen bei Technikwechseln sollte dabei beachtet werden. Denn wer kann schon vorhersagen, wie die Speichertechnik in Zukunft aussehen? Die Entwicklung der Computertechnik in den vergangenen 30 Jahren hat uns eines klar gezeigt: Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Veränderungen ist über einen Horizont von mehr als zehn Jahren überhaupt nicht vorhersehbar.

Langzeitlagerung hat eigene Logik

Daher ist es auf jeden Fall ratsam, sich für langfristig zu bewahrende Informationen eine Strategie zu suchen, die möglichst ohne direkte Technik-Abhängigkeiten auskommt und auf offenen Industriestandards basiert, statt auf proprietären Herstellerlösungen.

Einige objektorientierte Systeme zur Langzeitspeicherung ergänzen die Kernfunktion und integrieren weitere Features wie Kompression und Verschlüsselung, um die sensiblen Daten möglichst klein und geschützt vor neugierigen Blicken für ihre lange Reise zu optimieren.

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