Entwicklung von Projekt EVEREST gestartet Sygic unterstützt universelle europäische KI-Plattform

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Mit dem Projekt EVERST geht ab sofort die Entwicklung einer universellen europäischen KI-Plattform an den Start. Die Koordination übernehmen IBM Research und die Universität Politecnico Di Milano. Als Partner ist auch der slowakische Softwarespezialist Sygic mit an Bord.

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Die KI-Plattform soll unter anderem intelligente Verkehrssteuerungen ermöglichen.
Die KI-Plattform soll unter anderem intelligente Verkehrssteuerungen ermöglichen.
(Bild: Sygic)

Das im Rahmen des Aktionsprogramms Horizon 2020 geförderte Projekt will eine universelle KI-Plattform schaffen. Sie soll die Entwicklung von Lösungsansätzen für beispielsweise nachhaltige Energie, kohlenstoffarme Wirtschaft oder intelligenten Stadtverkehr fördern. Die beteiligten Partner vergleichen die geplante Plattform gar mit Google Cloud, Microsoft Azure oder den Amazon Web Services (AWS).

Wissenschaft und Industrie kooperieren

Das auf drei Jahre angelegte Projekt vereint Wissenschaftler und IT-Experten. Als gemeinsames Ziel gilt die Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Berechnung und Kommunikation in einem heterogenen, verteilten, skalierbaren und sicheren System für Anwendungen im Bereich High-Performance Big Data Analytics (HPDA). Dabei stehen unter anderem ein datengesteuerter Designansatz, hardwarebeschleunigte KI und effiziente Überwachung der Umsetzung im Mittelpunkt.

„Die Künstliche Intelligenz sorgt für eine Wiederauferstehung der Forschung in der Computerarchitektur, insbesondere durch die Kombination von Allzweckprozessoren und spezialisierter Hardware. Die Programmierbarkeit dieser heterogenen Architekturen ist jedoch ein ungelöstes Problem. Mithilfe des EVEREST-Frameworks werden Anwendungsentwickler und Architekturdesigner an einem Tisch sitzen und die gleiche Sprache sprechen können, um Systeme und Anwendungen effizient gemeinsam zu optimieren“, erklärt Christian Pilato vom Politecnico Di Milano.

Einsatzszenario Verkehr

Sygic ist vor allem am Anwendungsfall der intelligenten Mobilität beteiligt. Denkbar ist zum Beispiel ein Framework zur Verkehrsmodellierung in Echtzeit, das mittels Simulationen, Prognosen und Routenplanung Staus reduzieren könnte. Hierbei kooperiert das Sygic-Team mit IT4Innovations, dem nationalen Höchstleistungsrechenzentrum an der Technischen Universität Ostrava.

„Wir haben lange mit einer kosteneffizienten Rechenleistung für besonders anspruchsvolle Algorithmen wie die der KI gerungen. Mit diesem Projekt können wir dank Terabytes an unseren historischen Floating Car Data Verkehrstrends prognostizieren. Wenn wir das Ganze zusammenfügen, können wir relevante Lösungen für Städte entwickeln“, verdeutlicht Radim Cmar, Lösungsarchitekt von Sygic.

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