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Neue Produkte und Updates Splunk aktualisiert Produktpalette

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Splunk hat auf der Anwenderkonferenz „.conf2015“ Aktualisierungen von wichtigen Produkten in den Bereichen Mobile, Cloud und Big Data vorgestellt. Auch neue Produkte hat das Unternehmen präsentiert, etwa „Splunk IT Service Intelligence“ (ITSI), ein Ergebnis der Übernahme von Caspida im Juli.

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Die 6. Splunk-User-Conference stand im Zeichen der neuen Splunk IT Service Intelligence (ITSI) sowie der neuen Versionen Splunk Enterprise 6.3 und Splunk Enterprise Security 4.0.
Die 6. Splunk-User-Conference stand im Zeichen der neuen Splunk IT Service Intelligence (ITSI) sowie der neuen Versionen Splunk Enterprise 6.3 und Splunk Enterprise Security 4.0.
(Bild: Splunk)

Die Splunk-User-Conference, die zum 6. Mal stattfand, stand überwiegend im Zeichen der neuen Splunk IT Service Intelligence (ITSI) sowie der neuen Versionen Splunk Enterprise 6.3 und Splunk Enterprise Security 4.0. Ferner präsentierte der Operational-Intelligence-Spezialist umfangreiche Updates für Splunk MINT, Splunk Light und Hunk (Splunk Analytics für Hadoop).

Splunk IT Service Intelligence (ITSI)

Die Monitoring- und Analytics-Lösung Splunk IT Service Intelligence bietet IT-Verantwortlichen Einblicke in den Zustand und die Key-Performance-Indikatoren von IT-Services.
Die Monitoring- und Analytics-Lösung Splunk IT Service Intelligence bietet IT-Verantwortlichen Einblicke in den Zustand und die Key-Performance-Indikatoren von IT-Services.
(Bild: Splunk)

Splunk IT Service Intelligence ist eine komplett neue Monitoring- und Analytics-Lösung, die IT-Verantwortlichen fundierte Einblicke in den Zustand und die Key-Performance-Indikatoren von IT-Services ermöglicht. Splunk ITSI erlaubt eine zentrale und einheitliche Übersicht sämtlicher kritischer Services, wozu die Software leistungsfähige Analysefunktionen nutzt. Splunk IT Service Intelligence (ITSI) erkennt mithilfe von Machine Learning Anomalien, identifiziert die Ursachen und markiert mögliche Schadensbereiche.

Das neue Produkt basiert auf der Integration der Technologien für Behavioral Analytics und maschinelles Lernen des Unternehmens Caspida, dessen Übernahme Splunk im Sommer bekannt gegeben hatte. Die Kombination der Technologien von Splunk und Caspida revolutioniert nach Ansicht von Splunk den Sicherheitsmarkt: Während Hackerangriffe bisher fast ausschließlich aufgrund kompromittierter Zugangsdaten möglich waren, soll das automatische Erkennen durch Machine Learning künftig bekannte und unbekannte Angriffe von Insidern als auch von externen Angreifern zuverlässig erkennen und verhindern. Nutzer können Splunk ITSI ab sofort in einer Cloud Sandbox testen. Weitere Informationen liefert eine Case Study des Splunk-Kunden Vodafone, die auf der Website von Splunk zu finden ist.

Splunk Enterprise Plattform 6.3

Darüber hinaus hat Splunk im Rahmen seiner Users Conference die Version 6.3 von Splunk Enterprise vorgestellt, die mit höherer Skalierbarkeit, Streaming der Eventsammlung und Datenvisualisierung den steigenden Bedarf nach Big Data Analytics bedienen will und doppelte Performance bei niedrigeren Gesamtbetriebskosten verspricht.

Splunk Enterprise, die nach Einschätzung des Herstellers führende Software-Plattform für Operational Intelligence in Echtzeit, erlaubt nun noch detailliertere Analysen und Visualisierungen sowie eine umfängliche Ereignissammlung für Development Operations und IoT-Geräte. Die jüngste Version adressiert mit einer schnelleren Suche und mehr Analysemöglichkeiten sowie Support für hochvolumige Ereignissammlung vor allem Unternehmen mit sehr schnell arbeitenden Entwicklungsabteilungen, die IoT-Anwendungen einsetzen.

Neuer HTTP Event Collector

Version 6.3 bietet zusätzlich Support für umfangreiche DevOps- und IoT-Datensammlungen. Der neue HTTP Event Collector nutzt ein Standard-API. Dadurch können Anwendungen und Geräte mehrere Millionen Ereignisse pro Sekunde direkt an Splunk Enterprise oder Splunk Cloud zur Analyse senden. Die neue Fähigkeit lässt sich zudem in Developer-Services wie AWS Lambda oder Docker integrieren. Auch IoT-Services wie Citrix Octoblu oder Xively by LogMeIn gehören dazu.

Laut Hersteller sollen sich die Hardware-Kosten einer Implementierung gegenüber der Version 6.0 halbieren lassen. Splunk Enterprise 6.3 ist ab sofort wahlweise On Premise, als Splunk Cloud oder in einem Hybridmodell erhältlich. Eine kostenlose Testversion von Splunk Enterprise und Splunk Cloud ist ebenfalls über die Splunk-Website zu beziehen.

Splunk MINT, Light und Hunk

Weiterhin auf Innovationskurs bleibt Splunk nach eigener Einschätzung auch in den Bereichen Mobile, Cloud und Big Data. Das Unternehmen begründet das mit den ab sofort erhältlichen Aktualisierungen von Splunk MINT, Splunk Light und Hunk.

Hunk, Splunk Light und Splunk MINT spielen laut Shay Mowlem, Vice President Product Management und Product Marketing bei Splunk, bei vielen Kunden eine wichtige Rolle in deren Datenstrategien, denn Splunk MINT und Hunk ermöglichten Unternehmen wertvolle Einblicke in zwei der am schnellsten wachsenden Datenquellen: mobile und historische Daten in Hadoop. Neu ist zudem Splunk Light, das es auch kleinen IT-Teams ermöglicht, Splunk als Cloud-Service zu nutzen.

Hunk 6.3 (Splunk für Hadoop)

Splunk-Anwender können mit Hunk 6.3 die Advanced-Analytics- und Visualisierungsmöglichkeiten, die sie aus Splunk Enterprise kennen, nun auch auf in Hadoop gespeicherte Daten anwenden.
Splunk-Anwender können mit Hunk 6.3 die Advanced-Analytics- und Visualisierungsmöglichkeiten, die sie aus Splunk Enterprise kennen, nun auch auf in Hadoop gespeicherte Daten anwenden.
(Bild: Splunk)

Mit Hunk 6.3 steht Nutzern ab sofort eine integrierte Analytics-Plattform zur Verfügung, die es erlaubt, Big Data in Hadoop und Amazon S3 zu untersuchen, zu analysieren und zu visualisieren. Mit Hunk können Splunk-Kunden historische Daten aus Splunk Enterprise auf HDFS und Amazon S3 archivieren und damit die Gesamtbetriebskosten senken. Splunk-Anwender können so die Advanced-Analytics- und Visualisierungsmöglichkeiten, die sie aus Splunk Enterprise kennen, nun auf die in Hadoop gespeicherten Daten anwenden und zwar ohne sich mit einer neuen Lösung vertraut machen zu müssen. Zudem können Nutzer von Splunk Enterprise in Hadoop transferierte Daten mit Hadoop-Tools von Drittanbietern analysieren, wie zum Beispiel Hive und Pig, ohne dass dazu Daten bewegt oder repliziert werden müssten.

Splunk Light

Mit „Splunk Light“ stellt das Unternehmen seine Operational-Intelligence-Software ab sofort auch als Cloud-Service zur Verfügung. Die Preise beginnen bei monatlich 90 US-Dollar.
Mit „Splunk Light“ stellt das Unternehmen seine Operational-Intelligence-Software ab sofort auch als Cloud-Service zur Verfügung. Die Preise beginnen bei monatlich 90 US-Dollar.
(Bild: Splunk)

Mit Splunk Light stellt das Unternehmen seine Operational-Intelligence-Software ab sofort auch als Cloud-Service ab 90 US-Dollar im Monat zur Verfügung und erlaubt damit den Einsatz von Splunk auch in kleineren IT-Umgebungen, da keine Server gekauft, aufgesetzt und gewartet werden müssen.

Splunk Light bietet Log-Suchen und Analysen für taktische Fehlerbehebung in Echtzeit, indem die Log-Daten von einem Ort aus gesammelt, indexiert, beobachtet, durchsucht, markiert oder analysiert werden können. Splunk Light ist preislich für kleine IT-Umgebungen ausgelegt, bietet aber laut Splunk dennoch einen Zugang zum weltweiten Support sowie zur passionierten Nutzer-Community. Zudem erlaubt Splunk Light jederzeit ein einfaches Upgrade zur Vollversion von Splunk Enterprise oder Splunk Cloud und damit einen nahtlosen Übergang zu Operational Intelligence in Echtzeit. Der Splunk Light Cloud-Service kann ab sofort kostenlos getestet werden.

Splunk MINT

Ebenfalls neu ist die Aktualisierung von Splunk MINT, das als Anwendung auf Splunk Enterprise und ab sofort auch in Splunk Cloud läuft. Splunk MINT stellt verbesserte Operational Intelligence für Entwickler sowie das Projekt- und Produktmanagement und liefert Mobile-Intelligence-Einblicke in die Anwendererfahrung von mobilen Apps. Die neue Version bietet Entwicklern mehr Einblicke, indem sie beispielsweise Stacktrace-Grafiken und ein Bildschirm-Tracking zur Verfügung stellt. Administratoren erhalten so Informationen in Echtzeit darüber, wie Nutzer ihre App verwenden und wer von Leistungsproblemen betroffen ist. Ferner erlaubt die neue Version detaillierte Nutzer-Analytics. Bildschirm-Tracking und Nutzerströme liefen zudem wichtiges Feedback an Splunk-MINT-Nutzer. Ferner bietet MINT in der neuen Version zusätzlichen Mobile-App-Support für hybride Anwendungen, die HTML5-Webbrowser mit nativen mobilen OS-Funktionen integrieren.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist