Internet der Dinge in der Fertigung

Software AG gibt Tipps zur erfolgreichen IoT-Einführung

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Software AG hat sich den Themen Industrie 4.0 und IoT gewidmet.
Die Software AG hat sich den Themen Industrie 4.0 und IoT gewidmet. (Bild: Software AG)

Im Zuge von Industrie 4.0 hält auch das Internet der Dinge (IoT) in immer mehr Produktionshallen Einzug. Die Software AG hat fünf bewährte Trends rund um diese Entwicklung identifiziert.

Das Internet der Dinge ist laut der Software AG nicht nur die technologische Basis für Industrie 4.0, sondern auch eine Revolution mit enormem Wertschöpfungspotenzial. Selbststeuernde Produktionsabläufe ermöglichen kürzere Produktzyklen und die wirtschaftliche Herstellung von mehr Varianten von kleinen Losgrößen bis zum Unikat. Insgesamt sei das Internet der Dinge mit Industrie 4.0 im Geschäftsalltag angekommen, was unter anderem eine Bitkom-Studie bestätigt: Demnach haben vier von zehn Unternehmen (44 Prozent) bereits Industrie-4.0-Anwendungen im Einsatz.

IoT-Potenziale nutzen

Doch wie können Firmen das IoT einführen und Gewinn bringend nutzen? Die Software AG hat fünf Trends rund um das Internet der Dinge identifiziert, die sich mittlerweile bewährt haben:

  • 1. Das IoT ist ein Katalysator für außergewöhnliche industrielle Innovationen: Durch die umfassende Vernetzung eröffnet das IoT eine neue Dimension der Datenerfassung und dadurch eine bislang nie dagewesene Transparenz von der Produktion über die komplette Wertschöpfungskette hinweg bis zum Kundenerlebnis. Damit wächst allerdings die Herausforderung, diese Daten Gewinn bringend einzusetzen. Laut einer Vanson-Bourne-Studie sind derzeit nur 38 Prozent der Unternehmen in der Lage, Echtzeit-Daten zu nutzen – das sind genau die Unternehmen, die den harten Kampf um innovative Entwicklungen gewinnen.
  • 2. Automation erschließt neue Umsatzpotenziale und senkt Kosten: Hand in Hand mit dem IoT geht die Automation von Fertigungsabläufen, die zu einer höheren Sicherheit, niedrigeren Wartungskosten, reduzierten Stillstandzeiten und optimierten Prozessen beiträgt – eine Erkenntnis, die sich derzeit weltweit in der Industrie Bahn bricht.
  • 3. „Reshoring“ nimmt trotz komplexer, globaler Wertschöpfungsketten zu: Der Trend zum sogenannten Reshoring – also die Rückführung der Wertschöpfung in die Ursprungsländer – hält an, weil er die Produkte näher zum Kunden bringt – allerdings nicht von heute auf morgen. Daher bleibt ein gewisser Teil der Wertschöpfungsketten offshore und erfordert genau die Transparenz, die das industrielle IoT bietet.
  • 4. Prozessspezialisten sind Mangelware und extrem begehrt auf dem Arbeitsmarkt: Mitarbeiter mit Know-how für wertschöpfende Prozesse sind schwer für Arbeitsplätze an den oft entlegenen Industriestandorten zu begeistern. Unternehmen müssen die Attraktivität dieser Arbeitsplätze mittels einer digitalen Arbeitsumgebung und strategischer Verantwortung steigern.
  • 5. Staatliche Finanzspritzen fördern die Zusammenarbeit, sogar zwischen Wettbewerbern: Regierungen finden zunehmend Gefallen daran, IoT-Projekte und -Initiativen finanziell zu unterstützen. So bezuschusst das US-Verteidigungsministerium beispielsweise einen Wettbewerb zwischen Unternehmen, Hochschulen und NGOs, aus dem ein neuer „Manufacturing Hub“ entstehen soll, mit umgerechnet 75 Millionen Euro, die eine mindestens ebenso hohe Fördersumme aus der Wirtschaft nach sich ziehen. Doch damit ist die Problematik der Vielzahl konkurrierender Standards noch lange nicht behoben. Hierfür müssen weit mehr Unternehmen als bislang kooperieren.

Hohes Wirtschaftspotenzial

„Das Internet der Dinge bietet enormes Wirtschaftspotenzial für die deutsche Fertigungsindustrie – und wir sind hierzulande mit einem hohen Sicherheitsbewusstsein bestens für diese digitale Transformation der Produktion aufgestellt“, sagt Werner Rieche, Geschäftsführer der deutschen Vertriebstochter der Software AG. Obwohl einige Unternehmen dem Ganzen immer noch skeptisch gegenüberstehen, ist Rieche insgesamt optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass auch diese Unternehmen dem Weg der digitalen Transformation folgen. Andernfalls können sie mit der exponentiell wachsenden Flut an Bewegungs- und Statusdaten, die unweigerlich im IoT entsteht, nicht arbeiten und den Anschluss verlieren“, erklärt er.

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