Echtzeitkommunikation mit Office 365 und das papierlose Cockpit dank Tablets So revolutionieren Cloud Services die Luftfahrt

Redakteur: Florian Karlstetter

Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Flughäfen und Airlines daran arbeiten, Arbeitsprozesse und Teamarbeit mit mobilen Devices wie Tablets und Smartphones oder durch Echtzeitkommunikation mittels Office 365 zu optimieren. Bei Lufthansa z.B. können Passagiere ihre eigenen mobilen Geräte per BordConnect kabellos mit dem Bordprogramm verbinden.

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Mit Office 365 realisert der Paderborn-Lippstadt Airport moderne Arbeitsmodelle in der Cloud - zusammen mit Microsoft Surface verwirklicht Delta Airlines das papierlose Cockpit.
Mit Office 365 realisert der Paderborn-Lippstadt Airport moderne Arbeitsmodelle in der Cloud - zusammen mit Microsoft Surface verwirklicht Delta Airlines das papierlose Cockpit.
(Bild: Microsoft)

Das Reisen mit dem Flugzeug hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Allein in Deutschland stieg die Anzahl der Passagiere laut dem Statistischen Bundesamt in den letzten zehn Jahren um etwa 60 Millionen.

Am Beispiel moderner Windows 8-Devices und Services zeigt Microsoft, wie sich dank Cloud-Technologien nicht nur die Kundenbindung stärken lässt, auch die Bereiche Catering und Logistik können damit weiter optimiert und Mitarbeiter wie Dienstleister nahtlos miteinander vernetzt werden.

So ermöglicht es Office 365 beispielsweise dem Paderborn-Lippstadt Airport schon heute, moderne Arbeitsmodelle in der Cloud zu realisieren. Mit dem Microsoft Surface verwirklicht Delta Air Lines das papierlose Cockpit, reduziert jährlich den CO2-Ausstoß um mehr als 11.000 Tonnen und spart gleichzeitig bis zu 9,5 Millionen Euro.

„Ein entspannter Urlaub beginnt für Millionen Bundesbürger im Idealfall bereits im Flieger. Der Einfluss moderner Technologien ist hier enorm, die Einsatzszenarien extrem vielfältig“, sagt Peter Jaeger, Senior Director Developer Experience & Evangelism (DX) und Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, der zusammen mit seinem Team Kunden und Partner dabei unterstützt, plattformübergreifende Anwendungen und Services für alle neuen Devices zu entwickelt. „Der technologische Wandel mit Trends wie Mobility und Cloud hat auch die gesamte Luftfahrt- und Tourismusbranche erfasst. Die Vorteile beginnen schon bei der Planung der eigenen Reise mit Anwendungen, die wir – ob privat oder beruflich – auch bequem unterwegs nutzen können.“

Aus diesem Grund arbeiten Flughäfen und Airlines intensiv daran, Arbeitsprozesse und Teamarbeit mit mobilen Devices wie Tablets und Smartphones oder durch Echtzeitkommunikation mittels Office 365 – wie auf dem Paderborn-Lippstadt Airport – weiter zu optimieren. Studien zeigen: Bis 2016 werden etwa drei Viertel aller Airlines Tablets im Bereich Bordservice einsetzen.

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Emirates Airlines zählt hier zu den Vorreitern: Seit 2012 ist das Bordpersonal mit Windows 8-Tablets ausgerüstet. Über die Business-App „Knowledge Driven Inflight Service“ (KIS) können Schichtleiter die Kabinencrew einweisen und schnellen Service während des Fluges sicherstellen. Hier erhalten Flugbegleiter via App Passagierinformationen wie Name und Geburtstag, Menüwünsche sowie Sitzplatzpräferenzen und können ganz individuell auf Wünsche eingehen.

In-Flight-Experience und papierloses Cockpit in 10.000 Meter Höhe

Auch das Info- und Entertainment an Bord trägt dazu bei, den Aufenthalt über den Wolken zu einem positiven Erlebnis zu machen. Bei Lufthansa Systems beispielsweise verbinden Passagiere mit BordConnect basierend auf Windows Embedded ihre eigenen mobilen Geräte ganz unkompliziert und vor allem kabellos mit dem Bordprogramm. Ob auf dem eingebauten Bildschirm im Sitz oder dem eigenen Smartphone oder Tablet, das gesamte Unterhaltungsangebot mit Filmen, Musik oder E-Books lässt sich bequem auf dem Wunschmedium nutzen und die Zeit bis zur Landung vergeht wie im Flug.

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Zudem können Passagiere die Speisekarte durchstöbern und erhalten Ankündigungen aus dem Cockpit und Informationen über den Zielort: Wie hoch ist zum Beispiel die aktuelle Wassertemperatur, erreiche ich meinen Anschlussflug rechtzeitig oder steht der gewünschte Mietwagen schon bereit?

Fluggäste, die sich die Zeit mit Duty-Free Shopping vertreiben, bietet Delta Air Lines ein unkompliziertes Einkaufserlebnis: Die US-amerikanische Fluggesellschaft wird diesen Herbst 20.000 Flugbegleiter mit Windows Phone 8.1 und Nokia Lumia 1520 ausstatten, die in Kombination mit Kreditkartenlesegeräten schnelles Bezahlen an Bord ermöglichen. Einkäufe oder Sitzplatzupgrades lassen sich so beinahe in Echtzeit abrechnen. Auch Prepaid-Einkäufe über die Kreditkarten werden möglich und die Rechnung erhalten die Passagiere einfach via Mail. Damit verringert sich nicht nur der Aufwand für das Flugpersonal – vor allem die Servicequalität für den Fluggast steigt merklich.

Delta Air Lines ist es auch, die 11.000 Piloten mit dem Surface 2 ausgestattet hat und so das papierlose Cockpit weiter etabliert. Statt eines 17 Kilogramm schweren Pilotenkoffers bietet das digitale Pendant alle Vorteile einer Mobility-Lösung mit einem sicheren Zugriff auf Checklisten sowie Wetter- und Flugdaten in Echtzeit. Die zusätzlichen Einsparungen an Papier und Kerosin reduzieren die jährlichen Kosten für Delta Air Lines um mehr als neun Millionen Euro.

Optimiertes Transportmanagement

Knapp gesetzte Timings nach der Landung oder kurzfristige Gatewechsel sind oftmals die Ursache für ein weiteres, vielen Passagieren bekanntes Phänomen: Das Gepäckband leert sich nach und nach, doch der eigene Koffer ist nicht dabei. Beladungsfehler gehören statistisch gesehen zu den häufigsten Ursachen, wenn Gepäckstücke am Heimatflughafen liegen bleiben oder ganz woanders landen. Moderne Cloud-Technologien, wie sie beispielsweise der Logistikdienstleister Jettainer einsetzt, sorgen hier für Abhilfe. Mithilfe von SQL Server 2012 kann das Unternehmen enorme Datenmengen verwalten und damit das tägliche Lademittelmanagement für die Fluggesellschaften optimal steuern.

„Engpässe werden bereits im Vorfeld vermieden und Beladungsprozesse genau auf die Timings der an- und abfliegenden Flugzeuge abgestimmt“, erklärt Peter Jaeger. „Jettainer reagiert so fast ohne Verzögerung auf Verspätungen oder Gatewechsel – einer pünktlichen Luftfracht steht damit nichts mehr im Wege.“

Microsoft Azure Intelligence Systems Service in der Praxis

Für die Anreise zum Flughafen oder die Weiterreise gehören für viele City-Traveller die öffentlichen Verkehrsmittel oft zur ersten und auch umweltfreundlichsten Wahl

Die London Underground beispielsweise transportiert jährlich etwa eine Milliarde Fahrgäste sicher durch die Stadt und mit der Piccadilly Line bis zum Flughafen Heathrow.

Um Störungen, die den Verkehr beeinflussen, frühzeitig zu erkennen, setzt die Verkehrsgesellschaft auf das „Internet der Dinge“ und Microsoft Azure Intelligence Systems Service (ISS). Alle Meldungen über Temperatur, Feuchtigkeit, Erschütterung und Systemwarnungen sowie die Daten der Züge, Rolltreppen oder der Be- und Entlüftungseinrichtungen der Tunnel und Stationen werden dabei in der Cloud erfasst und verwaltet.

Service-Mitarbeitern stehen diese Informationen sowohl in der Überwachungszentrale als auch über ihre mobilen Endgeräte jederzeit zur Verfügung. So können Probleme frühzeitig behoben werden, noch bevor größere Schäden entstehen. Im Londoner U-Bahn-Netz kommt es so immer seltener zu Verspätungen und Fahrgäste erreichen den Flughafen rechtzeitig zum Check-In.

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