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Entweder Privatsphäre oder globale Standorterfassung

Sensoren vermessen den Körper

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Weckrufe

Ähnlich wie der Wecker von aXbo erfasst auch das Armband von Lark die Körperbewegungen in der Nacht und errechnet so den günstigsten Zeitpunkt zum Aufstehen. Kann man sich bei aXbo eine Melodie zum Aufwachen (und auch zum Einschlafen, neudeutsch chillen) aussuchen, so weckt die Lerche nicht mit Gesang sondern mit Vibrationen, die angeblich nur der Schläfer spürt, nicht aber der Partner daneben. Die gesammelten Daten werden über das Mobiltelefon ausgegeben: Die grafische Darstellung zeigt die Schlafdauer, Einschlaf- und Aufwachzeit sowie die Schlafgüte auf einer Skala von eins bis zehn.

Wer noch mehr über seinen Schlaf erfahren will, der greift zum „Zeo Sleep Manager“. Dieser Schlafbewacher erfasst keine Körperbewegungen sondern die Spannungen an der Stirnhaut. Damit arbeitet er ähnlich wie ein EEG-Gerät (Elektroenzephalografie) und verlangt, dass man sich ein Stirnband um den Kopf bindet. Die drei darin enthaltenen Elektroden geben Auskunft über Tief- und Leichtschlaf, über Wachzeiten und REM-Phasen (Rapid Eye Movement). Auch Zeo weckt intelligent und zeigt am Morgen dem Android oder Apple-Handy, wie in der Nacht geschlafen wurde. USB-Kabel und Adapter sind im Lieferumfang enthalten.

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Was wiegt schwerer?

Wer unter Magersucht oder Adipositas leidet, der muss sein Gewicht genau verfolgen und auch geringste Schwankungen feststellen und festhalten. Natürlich ließe sich das mit herkömmlichen Körperwaagen und einem Blatt Papier auch erledigen, aber bei einer WLAN-gesteuerten Waage gibt es kein Schummeln und auswerten muss man auch nicht. Das erledigt die Applikation, die im Smartphone, Tablet-PC oder auf der Homepage des Herstellers liegt.

„Aria“ nennt Fitbit seine Waage, die nicht nur das Gewicht misst, sondern auch den Fettanteil im Körper und den Body-Mass-Index (BMI). Dazu sind in der Glasoberfläche Elektroden eingelassen, die ein Signal durch den Körper schicken und die Körperimpedanz messen. Das Gerät kann bis zu acht Personen unterscheiden. Die Daten werden über das häusliche WLAN an das eigene Konto in der Fitbit-Applikation weitergeleitet. Eine Mobilversion für unterwegs gibt es für Android- und iPhone-Geräte.

Ebenfalls per WLAN übertragen die Waagen „Wifi Body Scale“ von Withings und „youw8“ der holländischen Inotive Solutions. Beide Waagen messen ebenfalls Fett- und Muskelmasse und errechnen den BMI. Auch hier werden die Daten direkt zum Hersteller gesendet. Wer sein eigenes Körperlabor eröffnen will, der greift am besten zu den Produkten von BodyTel, die neben der „WeightTel“-Waage auch noch Geräte zur Messung von Blutzucker, Blutdruck und demnächst auch Herzfrequenz anbieten. Alle Messgeräte sind mit Bluetooth ausgestattet und übertragen die Daten dann über das Mobiltelefon, das quasi als Hub dient, an die Datenbank des Herstellers. Dort lässt sich ein Konto einrichten, das bei Bedarf und Überschreitung von Schwellwerten Warnungen ausgibt. Die BodyTel-Waage eignet sich auch dank der rutschfesten Oberfläche für ältere Personen, die sich so eine medizinische Dauerüberwachung sichern können.

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