Mehrwert aus Daten – in Echtzeit, nah am Ursprungsort Schnellere Datenanalysen am Netzwerkrand

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Dell Technologies möchte mit neuen Edge-Lösungen dabei helfen, Erkenntnisse aus Daten zu schöpfen, die außerhalb des traditionellen Rechenzentrums und der Cloud generiert werden – beispielsweise in Firmenniederlassungen, Filialgeschäften oder Fertigungsbereichen.

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Das Dell EMC Edge Gateway (hier das Powermodul) soll Edge-Systeme in OT- und IT-Umgebungen verbinden und die Analyse von Datenflüssen ermöglichen.
Das Dell EMC Edge Gateway (hier das Powermodul) soll Edge-Systeme in OT- und IT-Umgebungen verbinden und die Analyse von Datenflüssen ermöglichen.
(Bild: Dell)

Dell hat sein Portfolio um einige Tools erweitert, die Unternehmen bei der Datenerfassung, Echtzeitanalyse und Multi-Cloud-Bereitstellung am Netzwerkrand unterstützen. Zu diesen neuen Lösungen gehören die Dell EMC VxRail Satellite Nodes. Die Systeme unterstützten Dell zufolge einen automatisierten Betrieb, inklusive Health Monitoring und Lifecycle Management – zentral gesteuert. Vor Ort seien deshalb keine Techniker oder Datenexperten nötig. Dell EMC VxRail sei eine gemeinsam mit VMware entwickelte HCI-Lösung für ein hohes Maß an Integration und Automatisierung vom Edge über die Cloud bis ins Rechenzentrum, so Dell. Dell EMC VxRail Satellite Nodes sollen ab dem 23. November 2021 verfügbar sein.

Ein auf Basis der IIoT-Plattform Litmus entwickeltes validiertes Design für Edge-Lösungen in der Fertigung soll Unternehmen unterstützen, Edge-Systeme zu verbinden und diese sowie Anwendungen und Daten zentral zu verwalten und zu orchestrieren. So sei es schneller möglich, Produktionsdaten in Echtzeit auszuwerten, um beispielsweise Fehler in Produktionsanlagen frühzeitig zu erkennen, die Qualitätssicherung zu verbessern und Kosten zu senken. Das validierte Design sei vom 26. Oktober 2021 an verfügbar, setze auf Dell-EMC-VxRail- und -PowerEdge-Server und könne optional auch mit VMware Edge Compute Stack verwendet werden.

Das für Anfang 2022 angekündigte Dell EMC Edge Gateway, ein lüfterloses Gateway mit Intel-Core-Prozessoren der neunten Generation, sei für Temperaturbereiche von -20 bis +60 Grad Celsius ausgelegt und könne sich mit 5G-Netzwerken verbinden. Das Gateway stelle Storage- und Compute-Ressourcen bereit, sodass Unternehmen Analytics-Anwendungen direkt auf dem Gerät nutzen könnten, um beispielsweise Probleme bei der Erfassung und Verarbeitung von Daten zu identifizieren.

Die Dell EMC Streaming Data Platform (SDP) verbessere mit dem Update vom 30. Oktober 2021 die Nutzung von GPUs, um Videostreams mit geringer Latenz zu verarbeiten und Echtzeitanalysen auf Dell-EMC-VxRail- und -PowerEdge-Servern zu ermöglichen. Mit einem neuen Edge-Bundle könnten Unternehmen überschaubare Workloads auf einem Core laufen lassen, um so zunächst in kleinem Maßstab in Videoauswertungen an der Edge einzusteigen und später bei Bedarf zu skalieren.

Für den Einsatz unter widrigen Umweltbedingungen sind die ab dem 9. Dezember 2021 bestellbaren Windows-11-Notebooks Latitude 5430 Rugged und Latitude 7330 Rugged Extreme vorgesehen. Das Latitude 5430 Rugged sei ein 5G-fähiges Semi-Rugged-Notebook mit 14 Zoll, das Latitude 7330 Rugged Extreme ein 5G-fähiges Fully-Rugged-Notebook mit 13 Zoll.

Nach Angaben von Dell arbeiten alle Edge-Lösungen mit den Apex Cloud Services mit VMware Cloud zusammen. Dabei handle es sich um eine von Dell Technologies gemanagte sichere und konsistente Plattform, um Workloads über mehrere Clouds und Edge-Umgebungen hinweg zu verteilen und Ressourcen schnell zu skalieren.

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