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Technologiewettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Schneller als jedes In-Memory - USU-Forschung gewinnt

Redakteur: Ulrike Ostler

Fast 10 Millionen Euro und damit etwa 19 Prozent des Umsatzes investiert die USU-Gruppe derzeit jährlich in Forschung und Entwicklung. Jetzt konnte das Unternehmen im „SmartData“-Wettbewerb die Konkurrenten überflügeln.

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Wie lassen sich Daten sicher, effizient und schnell auswerten? Die Frage stellt sich USU.
Wie lassen sich Daten sicher, effizient und schnell auswerten? Die Frage stellt sich USU.
(Bild: red150770/ Fotolia .com)

Das USU-Portfolio adressiert aktuelle und zukünftige Anforderungen von Unternehmen rund um die Megatrends Service und Wissen. Immer mehr in den Fokus rückt dabei die intelligente Strukturierung und Analyse von Daten als Basis für Service-orientierte Geschäftsmodelle.

Nun gewann das USU-Konzept nun zwei der 13 Projekte, die im Rahmen des vom ausgeschriebenen Technologiewettbewerbs „SmartData – Innovationen aus Daten“ gefördert werden. Damit konnte sich USU gegen rund 750 teilnehmende Unternehmen und Forschungsinstitute durchsetzen und ist im Rahmen des Wettbewerbs das erfolgreichste deutsche Industrieunternehmen.

So agiert USU als Konsortialführer und Technologiepartner für eines der vier Projekte im Bereich Industrie. Ziel des Vorhabens „Sake – Semantische Analyse Komplexer Ereignisse“ ist es, leistungsstarke Methoden und Technologien zu entwickeln, mit denen industrielle Massendaten in Echtzeit analysiert und zu entscheidungsrelevanten Informationen aufbereitet werden können. USU entwickelt hierfür die zentrale Verarbeitungsplattform, welche die riesigen Datenmengen künftig bis zu hundertmal schneller auswerten kann als der aktuelle Stand der Technik.

Die Voraussetzungen

Informationstechnik, Telekommunikation und Fertigungsindustrie verschmelzen immer mehr miteinander und schaffen die intelligente Fabrik von morgen. Voraussetzung für diese vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0), einem der Zukunftsprojekte der Bundesregierung, ist allerdings die Beherrschung von Massendaten, so genannten Big Data.

Besonders vielversprechend ist Big Data für die Fertigungsindustrie, die im Zuge der zunehmenden Sensordaten und digital vernetzten Produktionsprozesse sehr große Mengen an Daten verarbeiten muss. Klassische BI-Tools stoßen hier an ihre Grenzen. Beherrschbar ist die Datenflut nur mit modernen, Cluster-fähigen In-Memory-Technologien, die Milliarden von Datensätzen innerhalb von Sekunden auswerten können.

Im Projekt Sake werden dabei zusammen mit Industriepartnern wie der Heidelberger Druckmaschinen AG Anwendungsfälle aus dem Bereich der Überwachung komplexer Produktionsmaschinen, dem prozessübergreifenden IT-Monitoring und der Analyse hochfrequenter Turbomaschinen beleuchtet. Beispielsweise können die neuen Technologien im Bereich komplexer Produktionsmaschinen Sensordatenströme von mehreren Tausend Maschinen in Echtzeit auf beliebig viele bekannte Fehlermuster untersuchen oder aus den historischen Massendaten bisher unbekannte Zusammenhänge extrahieren und sich anbahnende Fehlerzustände vorhersagen (Predictive Maintenance). Das zu verarbeitende Datenvolumen liegt dabei im dreistelligen Terabyte-Bereich.

Das Versprechen

Die entwickelte USU-Technologie wird an jedes Datenvolumen anpassbar und nicht nur deutlich leistungsstärker, sondern auch signifikant günstiger sein als bisherige In-Memory-Anwendungen. Damit werden auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die informationstechnischen Voraussetzungen für innovative Geschäftsmodelle zugänglich, zum Beispiel für die Automatisierung von Service-Dienstleistungen im Maschinenbau oder dem IT-Betrieb.

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