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Per Machine Learning und Big Data ermittelt SAS kürt West Perth zum „besten Ort der Welt“

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

West Perth in Australien ist der „beste Ort der Welt“. Diesen Titel vergab SAS, nachdem der Softwarehersteller per Machine Learning und Big Data Analytics auf der Suche nach dem „Paradies“ war.

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West Perth ist laut SAS der „beste Ort der Welt“.
West Perth ist laut SAS der „beste Ort der Welt“.
(Bild: SAS)

Der Name des Projekts war Programm: „Paradise Found“ sollte auf Basis von 150.000 Locations, 1.124 Datenquellen und fünf Millionen Datenpunkten analytisch den „besten Ort der Welt“ finden. Als Sieger ging am Ende West Perth in Australien hervor. Das Besondere des Projekts: Im Gegensatz zu sonst starren Bewertungsmustern ermittelten Datenwissenschaftler auf Basis der verfügbaren Informationen eigene Kriterien. Die 150.000 Orte weltweit mussten schließlich in acht verschiedenen Dimensionen überzeugen. Die große Menge der Locations ist nur deutlich breiter angelegt als in herkömmlichen Städte-Rankings, sondern ermöglicht auch viel detaillierte Messgrößen. SAS wertete strukturierte und unstrukturierte Daten aus und band dabei auch Open-Source- und Open-Data-Quellen wie Städtestudien, Social-Media-Dienste wie TripAdvisor oder Twitter, internationale Data Services und Geodaten ein.

Machine Learning und Data Mining

Die gesammelten Informationen wurden mittels Datenmanagement auf der SAS-Viya-Plattform zusammengeführt und dann via Machine Learning und Data Mining analysiert. Auf diese Weise wurden die acht entscheidenden Variablen-Cluster ermittelt, die schließlich zur Bewertung der Städte dienten. West Perth konnte demnach vor allem in den Dimensionen „Restaurants und Shopping“, „Kultur“ und „Sicherheit und Infrastruktur“ punkten. Zudem förderte die Analyse positive Attribute wie beispielsweise den kostenlosen Nahverkehr, die große Menge der Grünfläche pro Einwohner und die meisten Self-Made-Millionäre pro Einwohner zutage. Im Detail wird SAS „Paradise Found“ im Rahmen des SAS Forum Deutschland am 29. Juni in Bonn vorstellen. Dort können Besucher auch ihr ganz persönliches Paradies ermitteln lassen.

Keinen Blickwinkel übersehen

„Paradise Found ist nicht irgendein weiteres Ranking, sondern ein rein analytisches. Wir machen damit greifbar, wie Machine Learning heute bei Entscheidungen helfen kann. Herkömmliche Methoden definieren einen Kriterienkatalog, anhand dessen die Daten für diesen definierten Zweck erhoben und statistisch ausgewertet werden. Für Paradise Found haben wir dagegen alle verfügbaren Daten verarbeitet – und Machine-Learning-Algorithmen entscheiden lassen, welche Kriterien wirklich wichtig sind. So kann kein Blickwinkel übersehen werden, weil niemand danach gesucht hat. Hier sprechen die Daten und nicht eine Modellannahme“, erklärt Dr. Andreas Becks, Manager Business Analytics von SAS DACH.

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