Suchen

Neue Hauptversion mit nativem Clustering Redis 3.0.0 geht an den Start

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Die jüngste Version der NoSQL-In-Memory-Datenbank Redis lässt sich dank nativer Cluster-Unterstützung auch in größeren Umgebungen einfacher einsetzen.

Firmen zum Thema

Redis 3.0.0 unterstützt natives Clustering
Redis 3.0.0 unterstützt natives Clustering
(Bild: Redis)

Redis (Remote Dictionary Server) ist eine quelloffene, von Pivotal-Mitarbeitern entwickelte NoSQL-In-Memory-Datenbank und ein hundertprozentiges Open-Source-Projekt. Bisher hat der Sponsor, die EMC-Tochter Pivotal, keine Ambitionen für kommerzielle Supportverträge.

Redis verwendet eine sehr einfache Datenstruktur aus Schlüsseln und Werten (Key-Value Store). Allgemein gilt Redis als am weitesten verbreiteter Key-Value Store weltweit. Aufgrund seiner sehr einfachen Struktur eignet sich die In-Memory-Datenbank eher nicht für komplexe Datenstrukturen, ist dafür aber viel schneller als relationale Datenbanken. Redis spricht von etwa 100.000 Schreibvorgängen pro Sekunde auf Commodity Hardware. Zudem verwendet die NoSQL-In-Memory-Datenbank für das Schreiben von Daten auf ein Speichermedium einen asynchronen Ansatz, um Wartezeiten zu reduzieren.

Leichterer Einsatz auch in größeren Umgebungen

Nach Angaben des Redis-Entwicklers Salvatore Sanfilippo wollen die Entwickler mit Redis 3.0.0 vor allem die Grundlagen dafür schaffen, dass sich die NoSQL-Datenbank auch in größeren Umgebungen leichter einsetzen lässt. Daher fällt die Liste weiterer mit Version 3.0.0 eingeführten Neuerungen laut Sanfilippo auch vergleichsweise übersichtlich aus, auch weil viele neue Features schon in Version 2.8 rückportiert worden waren, um sie Anwendern schneller zur Verfügung stellen zu können. Allerdings soll sich der bisher praktizierte Workflow mit der jetzt veröffentlichten Version ändern. Demnach soll es in Zukunft keine Rückportierungen mehr geben, dafür sollen sich aber brandneue Features im experimentellen 3.0-Zweig wiederfinden, die im stabilen Release nicht enthalten sind.

Die Neuerungen im Überblick

Das Highlight der neuen Version 3.0.0 besteht darin, dass die Entwickler die Cluster-Spezifikation für Redis 3.0.0 angepasst haben und Redis 3.0.0 damit zum ersten stabilen Release machen, das ein natives Clustering unterstützt. Die Ziele einer verteilten Redis-Installation sind laut Cluster-Spezifikation eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit dank linearer Skalierbarkeit auf bis zu 1.000 Knoten, ein akzeptables Maß an Sicherheit beim Schreiben und hohe Verfügbarkeit. Einzelheiten zu den bereits implementierten Funktionen und Algorithmen finden sich ebenfalls in den Cluster-Spezifikationen. Eine Liste bereits unterstützter Cluster-Kommandos ist bereits verfügbar, ebenso wie ein umfangreiches Cluster-Turorial.

Eine weitere interessante Neuerung ist auch der verbesserte LRU-Algorithmus (Least recently used). Dieser soll beim Entfernen alter Schlüssel deutlich präziser sein. Ferner soll Redis 3.0.0 unter hoher (Pipeline)-Last deutlich schneller sein als der Vorgänger. Darüber hinaus haben die Entwickler die bisher wichtigste Persistenz-Option AOF (Append Only File) überarbeitet. Diese sorgt nun für ein Reduzieren der Latenzspitzen bei langsamen Laufwerken in der letzten Schreibphase der im Puffer angesammelten Daten. Eine vollständige Liste aller Neuerungen findet sich im Changelog. Redis 3.0.0 steht ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung.

(ID:43307147)

Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist