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JBoss Data Virtualization 6.1 und Data Grid 6.4 Red Hat erweitert JBoss-Middleware um Big-Data-Fähigkeiten

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Red Hat hat JBoss Data Virtualization, eine Lösung für Datenservices und zur Datenintegration, mit der sich unterschiedliche Datenquellen vereinen lassen, auf Version 6.1 aktualisiert.

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Red Hat erweitert JBoss Data Virtualization und Red Hat JBoss Data Grid 6.4 um Big-Data-Fähigkeiten
Red Hat erweitert JBoss Data Virtualization und Red Hat JBoss Data Grid 6.4 um Big-Data-Fähigkeiten
(Bild: Red Hat)

Nicht ein Datenmangel, sondern ein Mangel an den richtigen Daten zur richtigen Zeit ist laut Red Hat heute für viele Unternehmen ein Problem. Die Lösung liegt nach Angaben des Unternehmens darin, Daten nicht mehr als statisches Warehouse, sondern als dynamische Lieferkette zu betrachten. Mit JBoss Data Virtualization profitierten Unternehmen mit einer Datenlieferkette von einer zeitnahen Verarbeitung, indem sie Daten aus mehreren Quellen zusammenführen, neue Datenquellen integrieren und die Daten entsprechend der Anforderungen der Datennutzer umwandeln.

JBoss Data Virtualization 6.1

Red Hat JBoss Data Virtualization ist eine den Datenquellen vorgelagerte Lösung zum Bereitstellen und Integrieren von Daten. So stehen die von Anwendungen oder Anwendern benötigen Daten im geforderten Format und zum richtigen Zeitpunkt bereit. Mit JBoss Data Virtualization 6.1 sollen Unternehmen jetzt noch schneller und exakter auf große Datenmengen zugreifen können. Zudem sollen sich mit Boss Data Virtualization 6.1 auch Big-Data-Umgebungen schneller integrieren lassen.

Best-in-Action

So erlaubt JBoss Data Virtualization 6.1 beispielsweise auch das Anbinden von Datenquellen wie Hadoop an relationale Datenbanken und andere Datentypen. Zudem unterstützt JBoss Data Virtualization 6.1 jetzt Red Hats In-Memory-Datenbank JBoss Data Grid per bi-direktionaler Lese- und Schreibintegration. Das erlaubt es dem Integrationsdienst, den Library Mode in JBoss Data Grid zu nutzen und die Lösung damit entweder als eingebetteten Cache oder als Remote Cache für eine hochleistungsfähige Echtzeit-Datenintegration einzusetzen.

Unternehmen können so dynamische und echtzeitbasierte Best-in-Action-Lösungen erstellen. Als typische Anwendungsbeispiele nennt Red Hat standortbasierte Dienste für Telekommunikations-Anbieter, Echtzeit-Marketing-Lösungen für E-Commerce-Anwendungen, Social-Media-Analysen für Notfall- und Sicherheitsdienste oder aussagekräftige Monitoring-Lösungen für Energiedienstleister.

Dynamische Lieferkette statt statisches Warehouse
Dynamische Lieferkette statt statisches Warehouse
(Bild: Red Hat)

JBoss Data Grid 6.4

Ferner bietet JBoss Data Grid 6.4 eine Integration in Red Hat JBoss Fuse, womit Nutzer in den Genuss verteilter elastischer Skalierbarkeit kommen. Das soll laut Red Hat Geschäftsrisiken, die durch das Zusammenwirken solcher Dienste mit langsamen traditionellen Datenbanken entstehen, minimieren.

Darüber hinaus bringt das Update einige neue Funktionen zum Ermitteln von Änderungen an Cluster-Einträgen mit, ermöglicht eine automatische „Selbstheilung“, wenn ein repliziertes Rechenzentrum wieder online geht, und erhält die Konsistenz während Netzwerk-Partitionierungen aufrecht. Darüber hinaus erweitert Red Hat die Zahl der unterstützten Datenservices um Cloudera Impala, Apache Solr und MariaDB. Außerdem soll die Produktivität laut Red Hat durch viele Verbesserungen an den Entwicklungs- und Bereitstellungs-Funktionen höher sein.

Meinungen

Mike Piech, General Manager Middleware, Red Hat, kommentiert die Freigabe der aktualisierten Version 6.1 mit: „Die Integration von Big Data ist eine komplexe Herausforderung. Die IT muss nicht nur mit einer sich ständig ändernden Datenumgebung fertig werden. Neue Technologien wie Mobility und das Internet der Dinge verlangen von den vorhandenen Systemen mehr Durchsatz, als diese leisten können. Mit Werkzeugen wie JBoss Data Virtualization und JBoss Data Grid hilft Red Hat Unternehmen dabei, Daten zu vereinheitlichen und zu beschleunigen, damit sie Anwendungen unterstützen können, die responsiv und ,aware' sind.“

JBoss Data Virtualization und JBoss Data Grid stehen für Mitglieder der JBoss Developer Community zum Download bereit. Bestandskunden erhalten die neuen Versionen auf dem Kundenportal von Red Hat.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist