PayPal kehrt Data Cubes den Rücken

QlikView unterstützt Customer Experience

| Autor / Redakteur: Alexander Klaus / Nico Litzel

Self-Service BI mit QlikView: Keine technische Barriere mehr zwischen Daten und Anwender
Self-Service BI mit QlikView: Keine technische Barriere mehr zwischen Daten und Anwender (Bild: Qlik)

Bislang wurden beim Online-Bezahldienstleister PayPal wichtige Infos aus dem Data Warehouse und Tabellen über Microstrategy und Excel bzw. Pivot ausgewertet. Da es bei den Cube-basierten Lösungen nicht möglich war, Daten-Dimensionen von Applikationen unkompliziert zu erweitern und die Daten zur Auswertung jeweils voraggregiert oder denormalisiert werden mussten, suchte das Unternehmen nach einer Alternative.

Informationen aus dem SQL Data Warehouse (DWH), aber auch aus Hadoop, Flat Files oder Salesforce, sollten frei kombinierbar dargestellt werden können. Um den vielfältigen Anforderungen noch schneller begegnen zu können, benötigte das PayPal eine intelligente Plattform, die Daten schnell und einfach aufnimmt und zur Verfügung stellt.

Erkenntnisse für alle

Durchgesetzt hat sich schließlich die Data-Discovery-Plattform QlikView. Entscheidend war, neben der Dynamik und Zuverlässigkeit der Lösung, die Tatsache, dass QlikView auch über geografisch verteilte Standorte hinweg sehr gut funktioniert. Die Endanwender waren von der agilen Oberfläche und den Inhalten begeistert. Auch die Enterprise-Fähigkeit der Lösung, sehr große Datenmengen zu verarbeiten sowie das Zugriffs-Management sprachen für QlikView.

Die technische Barriere zwischen Daten und Anwender wird durch die Self-Service BI mit QlikView aus dem Weg geräumt. „Wenn man dynamischer agieren möchte, als es Lösungen wie Microstrategy oder Business Objects erlauben, kommt man ganz schnell auf Werkzeuge wie QlikView“, so Egor Kobylkin, Lead BS Analyst DT bei der PayPal Deutschland GmbH.

Alle Dimensionen genau im Blick

Aktuell nutzen mehr als 100 Mitarbeiter QlikView für die Datenanalyse. Der Einsatz erfolgte zuerst in der Abteilung Customer Experience, wo mit QlikView Kennzahlen in den Bereichen Product Design und Risk Management ausgewertet werden. Hier bestand die Herausforderung, alle Daten verfügbar zu machen, um diese nach allen Richtungen zu untersuchen.

In QlikView wird auch abgebildet, welche Parameter das jeweilige Produkt definieren. Das ist strategisch wichtig, weil man über QlikView den Überblick über alle Dimensionen behalten und über den Drill-Down bis auf Detailebene auch einzelne Fragestellungen direkt beantworten kann. Inzwischen ist daraus ein umfassendes Informationssystem geworden, welches auch von neuen Mitarbeitern zur Einarbeitung genutzt wird. Es wird momentan in Europa und Lateinamerika eingesetzt und bald auch weltweit ausgerollt.

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In Kürze

QlikView funktioniert auch über geografisch verteilte Standorte hinweg. Man kann etwa aus Europa problemlos auf den QlikView-Server in Amerika zugreifen. Bei Tableau und Microstrategy war das problematisch und führte zu Beeinträchtigungen im Betrieb.

Innerhalb von vier Wochen war die erste Applikation entwickelt, implementiert und produktiv gesetzt. „QlikView ermöglicht auch komplexe Was-wäre-wenn-Szenarien. Im Bereich Kundenbindung haben wir durchgespielt, ob bestimmte Maßnahmen eine bessere Kundenbindung mit sich bringen würden oder nicht. Das hat auch die Entwicklung der Produktstrategie im deutschen Markt unterstützt. Die Entscheidungsfindung war erst mit QlikView möglich, da die vielen verschiedenen Faktoren problemlos abgebildet werden konnten – alle Entscheider hatten eine konsolidierte Sicht auf die Daten und agierten auf einer gemeinsamen Basis“, so Kobylkin.

Land and Expand

Auch die Marketing-Abteilung wurde auf die Lösung aufmerksam und nutzt QlikView nun zur Auswertung von Marketing-Kampagnen – um Response Rates zu analysieren oder das Online-Marketing mit Google AdWords auszuwerten. „QlikView bietet hier als operatives Tool mit einer flexiblen Oberfläche eine schnelle, intuitive Lösung, die man einmal mit einfachen, transparenten Skripten aus dem Data Warehouse laden und dann den Kollegen zur Verfügung stellen kann“, sagt Kobylkin.

Des Weiteren wird QlikView für einen High-Level-Überblick in Form eines weltweit verfügbaren Dashboards mit stark aggregierten Daten mit KPIs rund um die Steuerung permanenter Initiativen genutzt – vom Marketing oder zum Monitoring grenzübergreifender Geschäfte – wenn etwa der Anbieter in Deutschland sitzt und der Käufer in Frankreich. Hunderte verschiedener Kennzahlen werden so dargestellt, dass auch weniger Technik-affine Kollegen sich einen Überblick verschaffen können.

So lassen sich nun die Leistungen der Analysten, die als Bindeglied zwischen IT und Fachbereich fungieren, skalieren, anstatt dass immer wieder neue Informationen angefragt werden müssen. Auch die Finanzabteilung wertet weltweit relevante Daten aus – hier hat sich die Lösung aufgrund der hohen Performance gegen das vorher eingesetzte System Tableau durchgesetzt. Ziel war es, eine Top-Down-Struktur zu schaffen, die die Metriken vereint bzw. mit weiteren Dimensionen erweitert, um daraus entsprechende Entscheidungen abzuleiten und allen Finance-Mitarbeitern weltweit die gleiche Sicht auf die komplexen Daten rund um den Umsatz bzw. das Processing zu ermöglichen.

Große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit verarbeiten

Wichtig sind für Egor Kobylkin auch die gestiegene Datentransparenz und die hohe Flexibilität: „Wir konnten in Europa unseren Informationsdurst stillen und haben jetzt einen sehr guten Überblick über unser Geschäft.“ Auch große Datenmengen können problemlos mit hoher Geschwindigkeit verarbeitet werden. Aus Analystensicht besteht der wichtigste Vorteil darin, dass Reports für Anfragen einfach erweitert werden können. Früher musste man bei PayPal ab einer gewissen Komplexität einen Cut machen und mit der Neuentwicklung beginnen.

„Mit QlikView wird jetzt jeweils eine Basis entwickelt, die man dann flexibel an die Anforderungen des Fachbereiches anpassen kann. Das ist meiner Meinung nach das Erfolgsrezept von QlikView – andere Produkte bringen diese Flexibilität nicht mit“, stellt Kobylkin fest. QlikView ermöglicht somit einen besseren Dialog zwischen Fachbereich und IT – die Analysten können beide Seiten besser verstehen und die jeweiligen Anforderungen besser abdecken.

„Bei Excel- oder Microstrategy-Anfragen versanken gerade kleine Anfragen oft in den Mailboxen der IT, weil die Bearbeitung aufgrund der hohen Anzahl zu komplex gewesen wäre. In QlikView können diese ganz einfach gebündelt und priorisiert werden – ,Einweg-Reports‘ sind damit Schnee von gestern“, betont der Analyst abschließend.

Standard für alle Analysten

Für QlikView wurde eine Automatisierungsumgebung gebaut, sodass die gewünschten Daten direkt aus dem DWH fließen und neue QlikView-Applikationen automatisch erstellt werden. Diese läuft bereits an und geht bald komplett produktiv. QlikView soll künftig für alle Analysten als Standard-Werkzeug etabliert werden, welches man ohne viel technisches Know-how gemeinsam mit dem Data Warehouse betreiben kann.

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