Dell EMEA Innovation Day 2015

Preview auf IoT-Gateways und neue Rechenzentrums-Hardware von Dell

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Ein europäisches Labor für das Internet der Dinge

Die bisher gesammelten Kompetenzen in Sachen IoT fasst Dell nun in einer eigenen Abteilung zusammen, der in Europa Andy Rhodes vorsteht, als Executive Director End User. Sie zielt auf die Zusammenführung von End-to-End-IT-Lösungen, IoT-Hardware, Software und Services ab.

Dell-Preview: IoT-Gateways und RZ-Hardware
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Zugleich baut Dell IoT Solution Center auf. Das erste hat Dell im September 2014 im Silicon Valley Solution Center in Santa Clara, Kalifornien in Betrieb genommen. Jetzt erweitert Dell sein Solution Center im irischen Limerick um ein Internet of Things (IoT) Lab. Hier können Kunden im Zugriff auf mehr als 100 Racks Beispielimplementierungen ihrer IoT-Anwendungen aufsetzen und testen, bevor sie in Betrieb gehen.

Abbildung 2: Andy Rhodes, Execitive Director End User IoT Solitions bei Dell, erläutert mithilfe eines Schaubilds, wi eine IoT-Umgebung aufgebaut wird.
Abbildung 2: Andy Rhodes, Execitive Director End User IoT Solitions bei Dell, erläutert mithilfe eines Schaubilds, wi eine IoT-Umgebung aufgebaut wird.
(Bild: Ostler)

Das erste Produkt seines neuen Labors hat Dell bereits angekündigt: ein Gateway. Rhodes erläutert, wie solche Gateways einzusetzen sind (siehe: Abbildung 2). Sie sitzen gleichermaßen zwischen dem Generieren von Daten in ganz unterschiedlichen Quellen, etwa Sensoren in einem Hotel. Sie messen die Temperatur und die Rauchentwicklung im Brandschutz und GSM-Module. Die Informationen können unterschiedlichen Zwecken dienen. Ein Hotelier, der um die Wohlfühlparameter eines Gastes Bescheid weiß, etwa die subjektive optimale Raumtemperatur, kann die Heizung so remote steuern, wenn der Gast sich seinem Hotel nähert. Ansonsten wird die Temperatur gedrosselt und Energie gespart.

Abbildung 5: Einsatz für IoT-Gateways: Remote Control von Gebäuden
Abbildung 5: Einsatz für IoT-Gateways: Remote Control von Gebäuden
(Bild Ostler)

Ein Eigentümer vieler Gebäude, möchte diese möglichst effizient steuern, ohne manuelles Eingreifen. Um beispielsweise einen geordneten Ablauf bei Feueralarm zu sichern, braucht es Regeln: Alarm auslösen, Fenster und Brandschutztüren schließen, um das Feuer zu ersticken, den Aufzug stoppen und die Notausgänge öffnen (siehe: Abbildung 3).

Diese wird in Software gegossen und auf Servern in der Cloud und/oder im eigenen Rechenzentrum implementiert. Da es unsinnig ist, jegliche Datenströme ungefiltert und mit vollem Volumen in Cloud und/oder eigenem Rechenzentrum zu speichern, übernimmt ein kleiner Rechner, ein Gateway, die Aufgaben des Filterns und Aggregierens sowie den Anstoß zum Handeln.

Das neue IoT-Gateway von Dell

IoT-Gateways sollen somit die bestehenden IoT-Produkte von Dell erweitern. Die kleinen, per Funk oder Kabel verbundenen Geräte sind deshalb mit eigenen Verarbeitungskapazitäten ausgestattet und bieten Anwendern die Möglichkeit, direkt vor Ort Analysen durchzuführen, so dass die Latenzzeit für datenbasierte Entscheidungen verringert wird.

Abbildung 4: Andy Rhodes, Executive Director End User IoT bei Dell, zeigt ein erstes IoT-Gateway.
Abbildung 4: Andy Rhodes, Executive Director End User IoT bei Dell, zeigt ein erstes IoT-Gateway.
(Bild: Ostler)

Die Hardware ist für die ersten Systeme, die jetzt auf den Markt kommen, keine neue. Vielmehr nutzt Dell den Thin Client „Wyse 3290“ als Basis. Dell hat Wyse vor drei Jahren übernommen. Der kleine Rechner steckt in einem stabilen Metallgehäuse und kommt ohne Lüfter oder andere bewegliche Teile aus. Er kann daher auch im industriellen Umfeld eingesetzt werden.

Drin steckt der Prozessor „Intel Celeron N2807“ mit zwei Kernen. Die Bay-Trail-CPU kann auf 4 Gigabyte RAM zugreifen. Zudem ist ein 16 Gigabyte großes Flash-Modul integriert. Für die Kommunikation steht nicht nur eine Gigabit-Ethernet-Buchse bereit, sondern auch noch ein schneller 802.11ac-WLAN-Controller mit zwei Antennen. Über einen seriellen Anschluss kann das Gateway auch direkt mit älteren Industriesteuerungen kommunizieren.

Zwischen Objekttechnik und IT

Laut Rhodes ist der Vorteil, dass das Gateway genügend IT hat und etwas über „vCenter“ administrierbar ist, dass es aber auch Akzeptanz in der Industrie findet, das es die „richtigen Dinge verstehe“.

Als Betriebssysteme kommen „Intel Wind River“, „Ubuntu“ oder „Microsoft Windows IoT“ in Frage. In Kopenhagen zeigte Dell einen Beispielaufbau mit Ubuntu (siehe: Abbildung). Betriebssystem und Analyse-Software installiert der Kunde selbst, Dell hat aber eine Kooperation mit dem IoT-Anbieter ThingWorx angekündigt und nimmt am „ThingWorx Global System Integrators Alliance Program“ teil.

Ein IoT-Gateway soll etwa 600 Dollar kosten. Da es bereits rund 25.000 verschiedene Sensoren auf dem Markt gibt, wolle Dell nicht in die Entwicklung und Produktion solcher Devices einsteigen. Sehr wohl macht diese Vielfalt aber die Entwicklung weiterer, industriespezifischer Gateways notwendig, mit neuen Schnittstellen und anderer Applikationssoftware.

Dell-Preview: IoT-Gateways und RZ-Hardware
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Ergänzt wird die Hardware durch diverse Software-Produkte von Dell. Für den Bereich Datenaggregation und Analyse bietet das texanische Unternehmen „Boomi“ und „Statistica“ an. Um die Hürden Security und Verwaltung, die „wenig sexy Seite der IT“; zu meistern, gibt es von Dell Software von Sonicwall und Secureworks sowie Kace und den „Cloud Connecting Manager“. Darüber hinaus will Dell etwa mithilfe eines mobilen Einsatzteams auch Hilfe bei der Anwendungsentwicklung, dem Support und der Implementierung anbieten.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider