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Closed-Source-Anbieter suchen alternative Einnahmequellen

Open Source verändert den Datenbank-Markt

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Längst haben die traditionsreichen Datenbank-Anbieter die Gefahr aus der Open-Source-Ecke erkannt. Sie reagieren, indem sie die Datenbank-Nutzung als Cloud-Service anbieten, als dbPaaS, oder in Form von Hosting, zum Teil auch als Managed Hosting. Die Analysten ermahnen die Anwender, solche Angebote äußerst genau und mit einem Auge auf versteckte Kosten zu kalkulieren. Nach Gartner-Ansicht könnten solche Angebote immer noch teurer ausfallen als Open-Source-DBMS in Eigenregie.

Die Datenbankwelt steht vor einem Umbruch

Gartner kommt heute zu einer deutlichen Ansage für die strategische Planung: „2018 werden 70 Prozent der In-house-Anwendungen auf einem Open-Source-DBMS entwickelt. Und 50 Prozent der bestehenden kommerziellen RDBMS-Instanzen werden migriert oder in der Migration sein.“ Anwender von Open-Source-Datenbanken würden von „viel geringeren Kosten als beim kommerziellen Modell“ profitieren, „selbst bei heutigen Angeboten wie hosted Cloud und Datenbank-Platform-as-a-Service (dbPAAS)“.

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Die Analysten geben den Anwendern drei Empfehlungen: Erstens sollte sie eine Open-Source-Datenbank für neue Zwecke verwenden und für solche Anwendungen, wo nicht spezielle Funktionalitäten erforderlich sind. Zweitens sollte sie eine Open-Source-Datenbank dann verwenden, wenn der Anbieter einer Anwendung sie als „Platform of Choice“ bezeichnet. Drittens sollten sich Anwender grundsätzlich für Subskriptionen statt Lizenzen interessieren, weil sie in der Regel zu günstigeren Total Costs of Ownership führen.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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 Ludger Schmitz

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