Hannover Messe 2017

Neue Werte schaffen: Hannover Messe zeigt gute Seite von Industrie 4.0

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Neue Geschäftsmodelle im Fokus

Integrated Industry geht über die intelligente Fabrik hinaus. Produkte bleiben künftig nach der Auslieferung mit dem Hersteller vernetzt und versorgen ihn permanent mit wertvollen Daten. So können Unternehmen zusätzliche internetbasierte Dienstleistungen
entwickeln und auch außerhalb ihrer klassischen Branchengrenzen Märkte erobern. Im Energiebereich etwa zeigen „Prosumer“ und virtuelle Kraftwerke die Möglichkeiten bei der Integration dezentraler Energieerzeugung auf.

Ein anderes Beispiel ist die Zulieferbranche. Auf der Hannover Messe zeigen Zulieferunternehmen, dass sie mit den Mitteln der Digitalisierung Lösungen anbieten können, die schneller, innovativer und stärker individualisiert sind als bisher.

Diesen Aspekt der Digitalisierung berücksichtigt das Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“ ebenfalls: „In der Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle und der Erschließung entsprechender Märkte liegt das größte Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung“, sagt Köckler. „In Hannover werden Kooperationen zwischen IT und Maschinenbau, zwischen Startup und Konzern geschlossen. Tragfähige 4.0-Geschäftsmodelle, aber auch disruptive Business-Ideen – das werden wir im April zu sehen bekommen.“

Was wird mit dem Mitarbeiter?

Auch in Zeiten allgegenwärtiger Digitalisierung: Der wesentliche Faktor für den Unternehmenserfolg ist und bleibt der Mensch. Daher bezieht sich „Integrated Industry – Creating Value“ auch auf die Mitarbeiter in der Produktion. Durch Industrie-4.0-Technologien werden die Tätigkeiten des Fabrikarbeiters spannender, abwechslungsreicher und seine Arbeitszeit damit noch „wertvoller“. Er ist zunehmend Problemlöser, Entscheider, Innovator und Treiber für mehr Wertschöpfung.

Doch auch das geschieht nicht von allein. Entscheidend ist, dass Qualifizierungsmaßnahmen Fachkräfte auf die neue Arbeitswelt 4.0 vorbereiten „In Zukunft wird es immer mehr intelligente Arbeitsplätze in der Fabrik geben, die sich dem Kenntnisstand des Mitarbeiters anpassen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen“, erklärt Köckler. „Gleichzeitig muss er aber in einer agilen und flexiblen Fabrik lernen, mit Virtual Reality und Augmented Reality, Datenbrillen, Smartphones und Tablets umzugehen. All diese Werkzeuge der Digitalen Fabrik werden auf der Hannover Messe 2017 eine prominente Rolle spielen.“

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