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EFI-Gutachten Nachholbedarf bei der Digitalisierung

| Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Nico Litzel

Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) legte ihr Gutachten zur „Digitalisierung“ vor. Darin wird festgestellt, dass die Regierung noch Hausaufgaben zu erledigen hat, etwa steuerliche Anreize für Unternehmen schaffen.

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Rainer Schulz, Geschäftsführer der Sysmat GmbH
Rainer Schulz, Geschäftsführer der Sysmat GmbH
(Bild: sysmat)

Nach Einschätzung der EFI-Experten fokussiert sich das Parlament mit Initiativen wie „Industrie 4.0“, die 2014 startete, zu stark auf den Mittelstand. Dadurch vernachlässige sie Chancen, die sich mit der Digitalisierung auftun. Dies liege auch daran, dass der Mittelstand bisher zurückhaltend auf die Digitalisierung reagiert, was unter anderem den Kosten geschuldet ist. Um diese zu senken, empfiehlt die EFI bereits seit Jahren eine bessere steuerliche Förderung von Innovationsthemen. Rainer Schulz, Geschäftsführer der Sysmat GmbH, sieht jedoch Unternehmen genauso in der Pflicht, wenn es darum geht, für mehr Digitalisierung zu sorgen. Wichtig sei, die Scheu vor der Digitalisierung in Betrieben zu verringern.

Ratschläge für die Regierung

Bereits 2015 zeigte eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, dass Unternehmen gerade einmal 14 Prozent des jährlichen Etats für Industrie-4.0-relevante Technologien aufwenden. Unternehmen in den USA investieren das Doppelte in Zukunftstechnologien. 72 Prozent der Befragten gaben in einer weiteren Studie von Bitkom Research an, dass die hohen Investitionskosten sie von den Industrie-4.0-Technologien abhalten. Möglichkeiten, die Digitalisierung anzugehen, sieht Rainer Schulz darin, dass Unternehmen zunächst kleine Schritte gehen. Wer bei Innovationen partizipieren wolle, müsse nicht zwangsläufig alles im Betrieb umstrukturieren. Kleine Veränderungen hin zur Digitalisierung könnten bereits viel erreichen. Das rentiere sich für Unternehmen auf vielen Ebenen.

Kosten sparen auf dem Weg zur Digitalisierung

Eine solche Maßnahme stelle zum Beispiel die Integration eines automatisierten Hochregallagers in ein manuelles Lager dar. Installiere der Unternehmer zusätzlich einen grafischen Materialflussrechner, wie beispielsweise matCONTROL graphics der sysmat GmbH, ließen sich autark arbeitende Anlagen miteinander verknüpfen. Durch eine einfache grafische Bedienoberfläche stoße die Software auf hohe Akzeptanz bei Mitarbeitern, so Schulz.

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