Smart-City-Zentrum eröffnet Munich Urban Colab geht an den Start

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Nach zwei Jahren Bauzeit ist in München mit dem Munich Urban Colab ein Zentrum rund um das Thema Smart Cities entstanden. Federführend waren dabei das Gründerzentrum UnternehmerTUM und die Landeshauptstadt München.

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Das neue Gebäude des Munich Urban Colab bietet reichlich Platz für Smart-City-Projekte.
Das neue Gebäude des Munich Urban Colab bietet reichlich Platz für Smart-City-Projekte.
(Bild: UnternehmerTUM / Bert Willer)

Munich Urban Colab soll vielfältige Kräfte unter einem Dach bündeln. Dazu zählen Start-ups, etablierte Unternehmen, Wissenschaftler, Talente, Kreative und Kunstschaffende sowie Stadtverwaltung und Bürger. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger Lösungen, um eine lebenswerte Stadt der Zukunft zu schaffen, und den Austausch zwischen allen Beteiligten zu fördern.

Bei der hybriden Eröffnungsveranstaltungen sprachen unter anderem Susanne Klatten, Aufsichtsratsvorsitzende von UnternehmerTUM, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der Präsident der Technischen Universität München, Thomas F. Hofmann, sowie Staatssekretär Roland Weigert und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. Das Projekt trägt zur Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ der EU-Kommission bei und soll einen Beitrag zur Umsetzung des „Green Deals“ der EU leisten.

Viel Raum für Zusammenarbeit

Das Gebäude bietet mit einer Grundstücksfläche von 3.600 Quadratmetern und über 11.000 Quadratmetern Nutzfläche reichlich Raum für interdisziplinäre Kollaboration. Es umfasst zum Beispiel Büroräume, Co-Working Spaces, Veranstaltungs- und Seminarräume sowie die High-Tech-Prototypenwerkstatt „MakerSpace“. Zudem sorgen ein Café, zwei Wintergärten sowie ein Sport- und Fitnessraum für Ausgleich neben der Arbeit. Die Baukosten lagen bei rund 30 Millionen Euro. Sie werden ebenso wie die Betriebskosten von UnternehmerTUM getragen. Das Grundstück stellt die Landeshauptstadt München per Erbpacht zur Verfügung.

Zu den im Munich Urban Colab fokussierten Smart-City-Zukunftsthemen zählen etwa Bauen, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität. Sie werden durch Programme und Initiativen von UnternehmerTUM, der Landeshauptstadt sowie der Technischen Universität München besetzt. Beispiele dafür sind etwa der Digital Hub Mobility, Smarter Together, BEFIVE oder appliedAI. Zu den ersten Partnerunternehmen vor Ort zählen beispielsweise BMW, Infineon, SAP und Siemens. Die Landeshauptstadt München beteiligt sich ebenfalls aktiv und steht mit eigenen Büros und Co-Working-Plätzen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Miteinander leben

„Der Standort München mit seiner besonderen Hochschul- und Unternehmenslandschaft ist wie geschaffen für einen derartigen Innovationsort wie das Munich Urban Colab: München ist technologieorientiert, verfügt über eine lebendige Gründungsszene und bietet einen Charme, der seinesgleichen sucht. Wir schaffen beste Vorrausetzungen für die Entwicklungen nachhaltiger Lösungen für die Stadt der Zukunft und zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter.

„Im Munich Urban Colab wird das Miteinander gelebt. Stadt, Forschung, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger vereint. Die Architektur des Gebäudes strahlt bewusst Transparenz aus. Wir laden alle Münchnerinnen und Münchner ein, uns zu besuchen; im Café etwas zu trinken, sich die Werkstätten anzuschauen. Mitten in der Stadt bauen wir Prototypen. Wir wollen zeigen, dass die Menschen unsere Entwicklungen gebrauchen können. Und laden zum Mitwirken ein. Lebenswerte, nachhaltige Städte brauchen Konzepte, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen können“, ergänzt die UnternehmerTUM-Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Klatten.

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