IBM Watson tritt in die Raumfahrt ein

Mobiler Flugbegleiter CIMON fliegt zur ISS

| Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Nico Litzel

Der interaktive Flugassistent CIMON erkennt den deutschen Astronauten Alexander Gerst.
Der interaktive Flugassistent CIMON erkennt den deutschen Astronauten Alexander Gerst. (Bild: IBM)

Der interaktive Flugassistent CIMON (Crew Interactive Mobile Companion) soll ab Frühsommer 2018 die Crew auf der Raumstation ISS unterstützen.

CIMON soll die Mannschaft an Bord bei der Durchführung von Experimenten unterstützen. Er soll Sprache verstehen, seine Umgebung und einzelne Gesichter erkennen können. Dafür nutzt er kognitive Watson-Technologie aus der IBM-Cloud.

Der interaktive Begleiter

CIMON ist etwa so groß wie ein Medizinball und wiegt rund fünf Kilogramm. Gegenwärtig wird er von Airbus als intelligentes, mobiles und interaktives Astronauten-Assistenz-System entwickelt. Der Auftrag dafür stammt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Mission

Das System soll während der „Horizons“-Mission erprobt werden. Drei Mal soll der deutsche Astronaut Alexander Gerst zusammen mit CIMON zusammenarbeiten. Dabei geht es um Experimente mit Kristallen, das Lösen des Zauberwürfels (Rubik's Cube) mithilfe von Videos sowie die Durchführung eines komplexen medizinischen Experiments. Bei letzterem soll CIMON als fliegende Kamera eingesetzt werden.

Die Technologie

CIMON soll durch die KI-Watson-Technologie lernen. Ziel ist es, dass der interaktive Begleiter die Experimente durchführen kann. Dabei soll CIMON auch von den Watson-Fähigkeiten aus den Bereichen Text-, Sprach- und Bildverarbeitung profitieren. Diese Fähigkeiten können nach dem Prinzip verstehen, schlussfolgern und lernen trainiert werden.

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