Virtual Reality

Mobile Endgeräte verändern die Produktion

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„Für Audi sind drei Umsetzungen besonders interessant: Tablets, Datenbrillen und die Handprojektion. Alle drei haben das Potenzial, den Mitarbeiter in der Produktion bei seinen Tätigkeiten zu unterstützen“, sagt Dehlke. Eine vielversprechende Technik sei die Handprojektion. Sie könnte künftig die Fertigungsmitarbeiter beim Prüfen und Montieren von Bauteilen unterstützen. Auf dem heutigen Stand der Technik besteht die Handprojektion aus einem Laptop, der in einem Rucksack steckt, und einer Einheit, die auf einem Riemen über der Schulter sitzt. Sie integriert einen kompakten Infrarotsensor und einen kleinen Laserprojektor, der einfache Informationen – etwa die Anweisung „Ölstand prüfen“ – auf die Handfläche des Trägers projiziert. Dafür misst der Sensor den Abstand zur Hand und ihre Lage, um die Projektion anzupassen. Diese ist immer scharf, sie verschwindet, sobald der Benutzer die Hand schließt, und stört ihn somit nicht beim Ausführen der Tätigkeit. In naher Zukunft will Audi als erster Automobilhersteller Ansätze der Handprojektion auf die Datenbrille übertragen und sie damit reif für die Serie machen.

Welche Hürden es zu meistern galt, bevor die Technik bei Audi funktionierte, und welche Empfehlungen das Unternehmen für gleichgelagerte Anwendungen hat, darüber wird Jens Dehlke in seinem Vortrag auf der VDI-Fachkonferenz sprechen.

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Spezialtage ermöglichen detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema

Für all die Interessenten, denen die Fachvorträge allein nicht ausreichen, veranstaltet das VDI Wissensforum im Vorfeld der Veranstaltung beziehungsweise direkt danach einen sogenannten Spezialtag zum Thema. Am 7. September steht Virtual Reality im Unternehmenseinsatz im Fokus. Thematisiert werden an diesem Tag die Möglichkeiten, Herausforderungen und Stolpersteine des Einsatzes von Virtual Reality im industriellen Kontext. Dazu werden praktische Einsatzfälle und Nutzenpotenziale diskutiert sowie Technologiegrundlagen und Managementthemen wie Einführung, Integration und Wirtschaftlichkeitsabschätzung.

Am 10. September geht es um mobile Instandhaltung zum Anfassen. Die Teilnehmer erarbeiten zusammen mit dem Referenten eine praktische mobile Lösung mit Integration in SAP PM/MM/QM und werden dabei mit den Grundlagen, Erfolgsfaktoren und Umsetzungsstrategien bei der Einführung einer mobilen Instandhaltungslösung beziehungsweise einer mobilen Plattform vertraut gemacht.

Für das VDI Wissensforum als Veranstalter ist es die erste Fachkonferenz zu diesem Thema. „Wir freuen uns, dass wir so viele erfahrene Referenten gewinnen konnten. Das große Interesse an der Thematik und an unserer Veranstaltung zeigt uns, dass es wichtig ist, sich fundiert und detailliert damit auseinanderzusetzen. Wir freuen uns auf eine inhaltsreiche Veranstaltung mit vielen Diskussionen und Anregungen“, blickt Timo Taubitz, Geschäftsführer der VDI Wissensforum GmbH, schon einmal voraus.

Dieser Artikel stammt ursprünglich von unserem Schwesterportal MaschinenMarkt.

* Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik in 99094 Erfurt, Tel: (03 61) 78 94 46 95, info@bose-munde.de

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Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

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Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik