Wie Klima und Feuer die Wälder der Zukunft prägen Mit KI künftigen Waldbränden auf der Spur

Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Nico Litzel

An der Technischen Universität München (TUM) nutzen Forschende die Künstliche Intelligenz, um Prognosen aufzustellen, wie sich vermehrte Waldbrände auf das Waldökosystem auswirken könnten.

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Eine Simulation des Forscherteams zeigt, wie sich die Landschaft des Yellowstone National Parks bis zum Ende des Jahrhunderts verändern könnte.
Eine Simulation des Forscherteams zeigt, wie sich die Landschaft des Yellowstone National Parks bis zum Ende des Jahrhunderts verändern könnte.
(Bild: TUM)

Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften an der TUM, sagt: „Das Zusammenspiel von Klima, Feuer und vielfältigen Prozessen im Waldökosystem ist sehr komplex und es bedarf ausgefeilter prozessbasierter Simulationsmodelle, um die vielfältigen Interaktionen angemessen berücksichtigen zu können.“

An der TUM wird ein tiefes neuronales Netzwerk darauf trainiert, das Verhalten eines komplexen Situationsmodells möglichst gut zu imitieren. Das neuronale Netzwerk soll dabei lernen, wie das Ökosystem auf verschiedene Umwelteinflüsse reagiert.

Yellowstone Nationalpark

Die Forschenden der TUM haben in Zusammenarbeit mit US- Kollegen eine Simulation für den Yellowstone Nationalpark erstellt. Der Studie zufolge soll, je nach Klimawandelszenario, etwa 28 bis 59 Prozent der heutigen Waldvegetation bis zum Ende des Jahrhunderts verloren gehen.

Ziele der Studie

Die Studie will durch die aufgezeigten Entwicklungspfade die Klimawandelfolgen und die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen aufzeigen. Im nächsten Schritt will das Forschungsteam den KI-Ansatz nutzen, um die langfristigen Rückkoppelungen von Klimawandel und Störungen in Europas Wäldern abzuschätzen.

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