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Microsoft stellt Azure Suite fürs Internet of Things vor Microsoft startet ins Internet der Dinge

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Microsoft hat mit der Azure IoT Suite einen neuen Cloud-Dienst vorgestellt. Dieser soll Kunden dabei unterstützen, IoT-Installationen zu verbinden, zu verwalten und zu analysieren. Eine erste Vorschauversion soll noch im Lauf dieses Jahres verfügbar sein.

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Microsoft kündigt Azure IoT-Suite und Windows 10 IoT an
Microsoft kündigt Azure IoT-Suite und Windows 10 IoT an
(Bild: Microsoft)

Auf der Convergence-Konferenz hat Microsoft einen neuen Cloud-Dienst für Azure angekündigt. Die Azure IoT Suite enthält Unternehmensangaben zufolge Tools für IoT-Szenarien wie Fernüberwachung, Anlagenmanagement oder vorausschauende Wartung. Azure soll laut Microsoft Dreh- und Angelpunkt der IoT-Nutzung in Unternehmen werden. Mit Rockwell Automation gebe es bereits einen Kunden, der verschiedene Azure-Dienste für das Management seines Internet of Things einsetze.

Azure Stream Analytics bereits verfügbar

Einige der für die Suite vorgesehenen Dienste können offenbar bereits genutzt werden, wie etwa ab nächsten Monat Azure Stream Analytics zum Verarbeiten von Datenströmen. Dabei handelt es sich zwar um einen eigenständigen Dienst, dieser soll aber auch Bestandteil der Azure IoT-Suite werden, die Microsoft noch im Verlauf dieses Jahres öffentlich verfügbar machen will. Der Dienst soll Kunden beim Verarbeiten großen Echtzeitdatenmengen von „Dingen“ helfen und es Nutzern unter anderem ermöglichen, Trends vorhersagen zu können, die dann laut Aussage von CEO Satya Nadella „entsprechend Serviceleistungen liefern könnten“.

Weitere Dienste

In der Mitteilung von Microsoft heißt es weiter, dass zu den weiteren IoT-Diensten auch „Azure Event Hubs“ gehören, die dem Erfassen und Speichern von Daten aus Sensoren und anderen Quellen dienen. Dazu zählen neben Azure Stream Analytics auch NoSQL-Database-as-a-Service-Angebote oder Azure DocumentDB. Auch Notification Hubs, eine Machine-Learning-Komponente, und Microsofts gemeinsam mit Hortonworks entwickelte Hadoop-Distribution HDInsight sowie Microsofts Analyse-Tool Microsoft Power BI sollen Teil der geplanten IoT-Suite werden.

Windows 10 IoT

Microsoft hat auf der Convergence außerdem eine spezielle Version von Windows 10 für das Internet der Dinge angekündigt. „Windows 10 IoT“ sei eine für IoT-Geräte entwickelte Windows-Version, die ein einheitliches, sicheres und vernetztes Erlebnis über alle Geräteklassen hinweg ermöglicht – vom Desktop-PC, über Tablets und Smartphones bis zu Notebooks und Embedded Devices. Dabei garantiert Microsoft für Windows 10 IoT Sicherheit auf Enterprise-Niveau. Ferner soll die neue Windows-Version in Zusammenarbeit mit Azure-Diensten eine native Verbindung für Machine-to-Machine- und Machine-to-Cloud-Szenarien bieten.

Nicht wieder hinterher hinken

Nachdem Microsoft nach wie vor „nur“ Weltmarktführer im Desktop-Segment ist und die Mobilstrategie des Unternehmens bisher auch noch keinen durchschlagenden Erfolg hatte, wollen die Redmonder bei künftigen Trendthemen wie dem Internet der Dinge, dem in den nächsten Jahren ein exponenzielles Wachstum vorausgesagt wird, offenbar möglichst früh und umfassend am Start sein – zumal im Bereich Cloud Computing und Big Data ebenfalls bereits andere Unternehmen den Ton angeben. Microsoft lässt aber durchblicken, dass man die Azure IoT Suite als ein in Azure eingebettetes Angebot versteht, mit dem Kunden auf Basis der Möglichkeiten von Azure künftig Geräte verknüpfen, Daten erfassen, sowie Datenströme kontrollieren, analysieren und aufzubereiten können sollen.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist