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Internet of Things Microsoft goes Industrie 4.0: neuer Geschäftsbereich mit neuer Führung

| Redakteur: Nikolas Fleschhut

Seit Montag ist es offiziell: Alexander Britz, der unter anderem einige Erfahrung in den Bereichen Healthcare, Semiconductors aber auch im Public Sector bei Microsoft und Philips mitbringt, wird künftig den Bereich IoT mit Fokus auf cloudbasierte Industrie 4.0-Lösungen verantworten. Dabei ist seine Mission in dem recht neuen Geschäftsbereich genau definiert.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay / CC0 )

Zunächst einmal wird es zu seinen Hauptaufgaben gehören, das grundsätzliche Setup der neuen Unit zu definieren, um sie anschließend zu positionieren. Allem voran im industriellen Umfeld möchte Microsoft sich als innovativen, zuverlässigen und vor allem sicheren Partner präsentieren. In einem Markt, dem industriellen IoT, der laut dem Handelsblatt in den kommenden 20 Jahren in seiner Wertschöpfung von ca. 15 Billionen US-Dollar das BIP Chinas überholen wird, will Microsoft offensichtlich schnell handeln und ähnlich wie im Consumer-Bereich an der Spitze neuester Entwicklungen stehen.

„Er hat gezeigt, wie man in einem sehr komplexen Umfeld Innovationen platziert und somit eine Industrie maßgeblich mitprägen kann“, sagt Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung des Konzerns in Deutschland, zur Berufung von Britz. „Wir setzen darauf, dass Alexander Britz gemeinsam mit Kunden, Partnern und Kollegen die Themen Industrie 4.0 und IoT für den deutschen Markt massiv vorantreiben wird.“

Mit einem Fuß bereits in der Industrie 4.0

In den vergangenen Monaten hat Microsoft bereits einige wichtige Schritte in Richtung Industrie 4.0 gemacht. Dabei haben vor allem Kooperationen eine übergeordnete Rolle gespielt. Bestes Beispiel ist die im Rahmen der Hannover Messe bekannt gegebene Zusammenarbeit mit der OPC Foundation, die sich das Ziel gesetzt hat, offene Standards für die Digitalisierung der Industrie zu definieren. Außerdem wurde im selben Rahmen eine Kooperation mit Rolls-Royce bekannt gegeben, die künftig die Azur IoT Suite in das eigene Service-Angebot integriert. Mit deren Hilfe werden in Echtzeit Nutzungsdaten dafür verwendet, Wartung und Support von Triebwerken zu optimieren.

Das alte Thema: Datensicherheit

In Zukunft sollen IoT-Services des amerikanischen Software-Giganten über die hauseigene Cloud bezogen werden. Microsoft verspricht hierbei eine Sicherung von sensiblen Daten in deutschen Rechenzentren. Ob es dem US-Konzern Microsoft gelingt, deutsche Industrie-Unternehmen bei einem so sensiblen Thema wie der Datensicherheit von der eigenen Lösung zu überzeugen, bleibt abzuwarten.

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