Das Internet der Dinge erobert den Alltag

M2M rückt immer näher – mit Servern so groß wie Münzen

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Unterhaltung und Sicherheit

Ein Nutzen dieser M2M-Technologie kennt bereits heute jeder aus dem Personennahverkehr: Die Anzeige der verbleibenden Wartezeit an Bus- oder Straßenbahnhaltestellen. Dies ist nur möglich, weil in die Busse eingebaute M2M-Komponenten ständig Auskunft über ihre Position geben.

Die zur IFA 2014 aktuelle Damenausführung der Smartwatch „Samsung Gear S“
Die zur IFA 2014 aktuelle Damenausführung der Smartwatch „Samsung Gear S“
(Bild: Samsung)

In privaten PKWs sorgen „In-Car Services“ durch das Zusammenspiel von Online-Diensten, Fahrerassistenzsystemen, Sensoren und Integrationslösungen für Smartphones für mehr Komfort, Infotainment und Sicherheit. Beispiele dafür sind „BMW Connected Car“, „Audi Connect“ und „Comand Online“ von Daimler. Sie helfen zum Beispiel bei der Suche nach einem freien Parkplatz oder nach der nächsten geöffneten Apotheke.

Echtzeit-Verkehrsinformationen, zum Teil auf der Basis anonymisierter Daten anderer Fahrzeuge, sorgen dafür, dass das Navigationssystem seine Routenplanung kurzfristig der aktuellen Verkehrslage anpasst. In Zukunft sollen Fahrzeuge anhand des Handys den Fahrer erkennen und Fahrzeug-Features, wie individuelle Spiegelpositionen oder den Lieblingsradiosender automatisch einstellen. Es wird auch damit experimentiert, das Mobiltelefon als Schlüssel zu verwenden.

Komfort und Unfallhilfe

Das Auto als Beispiel illustriert auch, wie M2M in vielen Bereichen für besseren Service und Support sorgt. Im Maschinenbau ist es bereits üblich, dass das Servicepersonal per Ferndiagnose sich ein genaues Bild von Fehlfunktionen machen kann. So wird M2M auch den Pannenservice vereinfachen.

„Frontiers – The Future of Mobility“, präsentiert von Mini und Dezeen, findet vom 17. - 21. September 2014 auf der „designjunction“ im Old Sorting Office im Rahmen des London Design Festivals statt.
„Frontiers – The Future of Mobility“, präsentiert von Mini und Dezeen, findet vom 17. - 21. September 2014 auf der „designjunction“ im Old Sorting Office im Rahmen des London Design Festivals statt.
(Bild: Keiichi Matsuda/BMW)

Wenn das Auto anhand von Sensoren eine standardisierte Diagnose an die nächstgelegene Werkstatt sendet, kann diese gleich den entsprechenden Spezialisten schicken und darauf achten, dass er die richtigen Ersatzteile und Werkzeuge dabei hat.

Den endgültigen Durchbruch für M2M im Auto wird das europäische Notrufsystem bringen, das voraussichtlich 2015 eingeführt wird. Unter dem Schlagwort E-Call muss jeder Neuwagen über ein System verfügen, das einen Unfall mittels Sensoren feststellt und automatisch erstens ein Datenpaket mit den wichtigsten Informationen an die Notrufstelle sendet.

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