Infosys-Studie zeigt Potenziale auf

Künstliche Intelligenz sorgt für steigende Umsätze

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Infosys hat sich ausgiebig mit dem Stand der KI befasst.
Infosys hat sich ausgiebig mit dem Stand der KI befasst. (Bild: Infosys)

Im Rahmen der Studie „Amplifying Human Potential: Towards Purposeful Artificial Intelligence“ hat sich Infosys mit dem Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) auf Unternehmen, deren Marktreife und den entsprechenden Erwartungen befasst.

Die Studie zeigt eine klare Verbindung zwischen Unternehmensumsatz und KI-Reifegrad: Organisationen, die in den vergangenen drei Jahren ein größeres Umsatzwachstum aufwiesen, hatten in der Regel auch einen höheren KI-Reifegrad. Die Umfrageergebnisse unterstreichen diese Entwicklung. So sind 76 Prozent der Befragten der Meinung, dass KI grundlegend für den Erfolg ihrer Unternehmensstrategie wichtig ist. 64 Prozent sind überzeugt, dass die Zukunft ihrer Firma von einer großflächigen Adaption der KI-Technologie abhängt. Auch ethische Bedenken spielen eine Rolle – so glauben 62 Prozent, dass ethische Standards für den Erfolg von KI strikt eingehalten werden müssen. Werden Mitarbeiter durch KI ersetzt, will ein Großteil der Befragten diese für höherwertige Aufgaben einsetzen. 80 Prozent der Unternehmen, die Arbeitsplätze durch KI-Technik ersetzen, wollen Mitarbeiter versetzen oder umschulen. Zudem glauben Entscheidungsträger, dass KI das Beste in ihren Angestellten hervorbringt (65 Prozent) und einen positiven sozialen (70 Prozent) und wirtschaftlichen (76 Prozent) Wandel bewirkt.

Weitere Ergebnisse im Überblick

  • Die Infosys-Studie kommt unter anderem zu folgenden weiteren Erkenntnissen:
  • Bis 2020 erwarten Unternehmen, die KI-Technologien einsetzen oder deren Implementierung planen, ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 39 Prozent bei 37 Prozent geringeren Kosten.
  • Die Branchen, in denen durch KI ersetzte Mitarbeiter am häufigsten weiterbeschäftigt und geschult werden, sind: Fast-Moving-Consumer-Goods (FMCG, 94 Prozent), Luft- und Raumfahrt sowie Automobil (87 Prozent), Energie, Öl und Gas (80 Prozent) sowie Pharma und Life Sciences (78 Prozent).
  • KI wird höhere Investitionen in die Belegschaft verursachen. Das gilt vor allem für China (95 Prozent), Frankreich (90 Prozent), Deutschland (89 Prozent), Großbritannien (89 Prozent) und die USA (76 Prozent).
  • 90 Prozent der Unternehmen beobachten, dass ihre Angestellten Bedenken gegenüber KI haben oder KI als Problem wahrnehmen. Bei 88 Prozent besteht diese Situation mit Zulieferern und Kunden. Insgesamt sind 53 Prozent der Meinung, dass ethische Bedenken eine effektive Anwendung von KI-Technologien stark behindern.
  • Nur einer von zehn Befragten glaubt, dass sein Unternehmen die gesamten verfügbaren Kapazitäten von KI ausschöpft. 40 Prozent glauben, dass in Sachen Realisierungsdauer, Benutzerfreundlichkeit und Interoperabilität noch Verbesserungsbedarf besteht. Gleiches gilt für Datensicherheit (43 Prozent), Arbeitsplatzsicherheit (40 Prozent) und Vergütung (30 Prozent).
  • Die häufigsten KI-Anwendungen sind derzeit Big-Data-Prozesse (65 Prozent) sowie Predictive und Prescriptive Analytics (54 Prozent). KI kommt vor allem in der IT-Abteilung (69 Prozent), im Bereich Operations (34 Prozent) sowie bei Business Development (33 Prozent), Marketing (29 Prozent) und Sales/Kundenservice (28 Prozent) zum Einsatz.

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