IBM übernimmt IRIS Analytics

Künstliche Intelligenz schützt vor Missbrauch

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

IBM IRIS erkennt Betrugsmuster bei Finanztransaktionen.
IBM IRIS erkennt Betrugsmuster bei Finanztransaktionen. ( IBM, Iris Analytics)

IBM übernimmt das 2007 gegründete Unternehmen IRIS Analytics, das eine Software entwickelt hat, die vor Missbrauch bei Finanztransaktionen schützt.

Entwickelt wird die Software von IRIS Analytics bereits seit 1998. IRIS soll mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) einen etwaigen Missbrauch von Finanztransaktionen erkennen können, bevor eine Zahlung freigegeben wird.

Viele Banken setzen auf IRIS

Die Software wird heute bereits von vielen Banken bei Kredit- und Debitkartenzahlungen eingesetzt, wobei sie sowohl die Kunden- als auch die Händlerseite schützt. Internetzahlungen und Onlinebanking werden zusätzlich durch Erkennung von Endgeräten und Analyse der Internetverbindung abgesichert. Der hohe Automationsgrad in der Betrugserkennung beschleunigt die Analyse von Betrugsfällen laut Hersteller enorm.

Nach Angaben von IBM sind aber zahlreiche Geldhäuser noch nicht in der Lage, schnell genug auf neue „Maschen“ von Betrügern zu reagieren. Demnach erkennen derzeit nur 16 Prozent der Banken einen Missbrauch im Moment des Angriffs. Selbst wenn entsprechende Betrugsmuster bereits erkannt sind, dauere es zum Teil noch Wochen, bis Gegenmaßnahmen implementiert werden können.

Missbrauchserkennung in Echtzeit

IRIS Analytics kann missbräuchlich getätigte Transaktionen in Echtzeit erkennen und Zahlungen frühzeitig stoppen, sodass keine Verluste entstehen. Die Software erkennt mithilfe spezieller KI-Methoden den Unterschied zwischen „normalem“ Nutzerverhalten und speziellen Mustern, die bei Betrugsversuchen auftauchen.

Mit dieser Art automatischer Erkennung kann IRIS nach Angaben von Big Blue deutlich schneller auf neue Betrugsmuster reagieren, wobei die integrierten Simulationen und Analysen eine unmittelbare Überprüfung der Effektivität entwickelter Maßnahmen an Realdaten im laufenden Betrieb ermöglichen.

„Der Einsatz von Cognitive Computing zur Betrugsbekämpfung kommt einem Paradigmenwechsel gleich“, so Alistair Rennie, General Manager, IBM Industry Solutions. „Die Kombination der IRIS-Software mit unseren bestehenden Sicherheitslösungen wird vielen Unternehmen helfen, sehr viel gezielter und schneller Betrug zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Sie erhalten mehr Transparenz und Kontrolle und können gleichzeitig ihre Fehlalarme dramatisch reduzieren.“

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