Deloitte-Studie veröffentlicht

Künstliche Intelligenz – Hype oder Hit?

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Deloitte-Studie zeigt, dass KI vor allem strategisch ein wichtiges Thema für Firmen ist.
Die Deloitte-Studie zeigt, dass KI vor allem strategisch ein wichtiges Thema für Firmen ist. (Bild: Screenshot / Deloitte)

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI ) gilt als Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit im Unternehmensumfeld. Die Marktforscher von Deloitte sind der Frage nachgegangen, ob es dabei nur um einen Hype handelt.

Wie die Studie „Technology, media, and telecom get smarter“ zeigt, dass smarte Technologien derzeit vor allem in eng umrissenen Bereichen zum Einsatz kommen. Sie bieten dabei Chancen, aber auch Herausforderungen. Zudem müssen Unternehmen laut der Studie zunächst gewisse Voraussetzungen erfüllen, ehe das transformative Potenzial zum Tragen kommt und schließlich zu neuen Geschäftsmodellen oder dem Erfüllen hoher Kundenansprüche führt. Die Zahlen sprechen zudem eine klare Sprache: 40 Prozent der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen (TMT) gaben an, substanziell von KI-Technologien zu profitieren. Damit liegen sie im Durchschnitt rund 14 Prozent über dem Schnitt anderer Branchen. Einen moderaten Nutzen sieht die Hälfte der Befragten, nur 10 Prozent können gar keinen Vorteil in KI-Technik erkennen.

Automatisierung alltäglich

Laut der Studie ist die Automatisierung standardisierter Prozesse in der Produktion und mittlerweile auch bei Serviceleistungen zum Alltag geworden. Robotic & Cognitive Automation (R&CA) geht noch einen Schritt weiter und stellt die nächste Stufe der Automatisierung dar: Hierbei werden unstrukturierte Informationen aus unterschiedlichen Quellen aggregiert und ausgewertet. Auf diese Weise lassen sich auch anspruchsvolle Einsatzszenarien realisieren, wie etwa die Unterstützung von Verkaufspersonal in einem Telekommunikationsshop durch maßgeschneiderte, individuelle Angebote für die Kunden. Auch Chatbots mit Natural Language Processing (NLP) werden künftig wahrscheinlich eine größere Rolle im Service übernehmen.

KI strategisch wichtig

Für 57 Prozent der Studienteilnehmer sind KI-Tools elementar für die eigene Strategie. 46 Prozent nutzen sie zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen, während sich 43 Prozent davon einen Wettbewerbsvorteil erhoffen. Über drei Viertel der Befragten erwarten eine substanzielle Transformation des kompletten Unternehmens innerhalb der kommenden drei Jahre. Für 40 Prozent der TMT-Firmen sind intelligente Technologien vor allem in der Produktentwicklung relevant, während dieser Anteil in anderen Industriebereichen nur 29 Prozent beträgt. Dies liegt vor allem daran, dass Tech-Unternehmen solche Lösungen teilweise selbst entwickeln und dazu über die entsprechende Inhouse-Expertise verfügen.

„Unternehmen der TMT-Branche müssen sich gut vorbereiten, wenn sie den Nutzen der neuen Technologien voll ausschöpfen wollen. Dazu gehört die Identifizierung konkreter Business Cases, in denen KI zur maximalen Wertschöpfung beiträgt. Dazu gehört aber auch ein tiefes Verständnis der Funktionsweise kognitiven Computings. Es empfiehlt sich, zunächst mit realen Anwendungen etwa in Gestalt von Process Robotics zu beginnen – und zu beachten, dass die Systeme, in die KI integriert wird, bereits vorher hochfunktional sein sollten“, erklärt Milan Sallaba, Partner und Leiter Technology Sector von Deloitte.

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