X-Tag für IIoT-Anwendungen KINEXON launcht kosteneffizienten UWB-Sensor

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Ab sofort bietet der IoT-Spezialist KINEXON mit dem X-Tag einen Ultrabreitband-Sensor (UWB) für den Einsatz in industriellen Internet-der-Dinge-Umgebungen an. Die Lösung soll besonders kosteneffizient sein und fortschrittliche Anwendungen ermöglichen.

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KINEXON hat seine UWB-Sensoren der X-Tag-Reihe vorgestellt.
KINEXON hat seine UWB-Sensoren der X-Tag-Reihe vorgestellt.
(Bild: KINEXON)

Ein Großteil aller IoT-Anwendungen hängt von der Verfügbarkeit von Ortsinformationen der am Produktionsprozess beteiligten Objekte ab. Bislang hatte man hierbei laut KINEXON die Wahl zwischen günstigen, aber ungenauen RFID- („Radio Frequency Identification“) oder BLE-Lösungen („Bluetooth Low-Energy“) oder präzisen und robusten UWB-Systemen, deren Kosten allerdings einen schnellen ROI („Return on Investment“) oft verhindern.

X-Tag soll diesen Konflikt beheben: Der UWB-Sensor ist laut dem Hersteller um bis zu 90 Prozent preiswerter als andere Produkte im Markt. Grund dafür ist ein Software-definierter Ansatz in Verbindung mit intelligenten Sensor-Netzwerk-Algorithmen. Die Komplexität der Hardware wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Unternehmen können die X-Tags entweder kaufen oder gegen eine monatliche Gebühr über mindestens zwei Jahre mieten. Laut KINEXON liegt der Mietpreis pro Sensor unter dem einer Briefmarke.

Schnelle Amortisierung

Die geringen Kosten der X-Tags ermöglichen eine deutlich schnellere Amortisierung und einen um bis zu 50 Prozent verbesserten ROI. Zu den möglichen Smart-Factory- und Logistik-Anwendungen zählen etwa Search & Find, Track & Trace sowie automatisierte Werkzeugsteuerung oder Materialfluss. „Der X-Tag macht Konnektivität und präzise Lokalisierung so einfach und kosteneffizient wie das Aufkleben einer Briefmarke auf einen Umschlag. Ab sofort ist es möglich, alle Assets rentabel zu lokalisieren und schnell von den Mehrwerten zu profitieren“, erklärt KINEXON-CEO Oliver Trinchera.

Ein weiteres Einsatzgebiet sind digitale Zwillinge: Hier können Unternehmen kleinere Assets auch in hohen Stückzahlen für verschiedene Anwendungen präzise verfolgen. Erste Implementierungen finden bereits in größerem Umfang statt, etwa bei Continental Automotive in Regensburg. Zudem bietet KINEXON mit der RIoT-Software eine offene Plattform rund um die X-Tags an. Sie bietet unter anderem modulare Funktionen und ermöglicht Analysen.

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