Macaw beleuchtet Einsatzszenarien KI schafft im Marketing mehr Zeit für Kreativität und Wertschöpfung

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der Digital-Dienstleister Macaw sieht immer noch kalte Füße bei Marketingspezialisten, wenn es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) geht. Dies sei aber unbegründet, da KI unter anderem mehr Zeit für Kreativität und Wertschöpfung schaffe.

Firmen zum Thema

Maren Horn, Client Service Director von Macaw
Maren Horn, Client Service Director von Macaw
(Bild: Macaw)

Als Beispiel für den Einsatz von KI im Marketingumfeld nennt Macaw etwa Chatbots: Sie vereinfachen das Leben von Kunden und Kundenbetreuern. Erstere erhalten unmittelbaren Service, während letztere immer wiederkehrende Fragen nicht mehr umständlich manuell beantworten müssen. Ein weiteres Beispiel ist Google Ads, wo die Vorhersage der Konversionsrate einer Anzeige einen einfachen KI-Einsatz demonstriert. Ähnlich sieht es bei Facebook aus, wo Nutzer häufiger Nachrichten angezeigt bekommen, auf die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit reagieren. Dies zeigt, dass Marketingfachleute bereits regelmäßig KI-Anwendungen nutzen, ohne sich dessen bewusst zu sein. KI kann aber auch in anderen Bereichen helfen, etwa durch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, bei der Kundendatenerfassung, der Zielgruppendefinition oder datengestützten Entscheidungen.

Gezielte Herangehensweise nötig

Macaw betont aber, dass der KI-Einsatz kritisch begleitet werden müsse. Dazu nennt der Dienstleister drei Herangehensweisen:

Gleichgewicht anstreben

Generell gilt: Wenn Unternehmen sämtliche Prozesse automatisieren, entfällt der menschliche Faktor, aber wenn sie nichts automatisieren, wird das Unternehmen ineffizient und ineffektiv. Es geht also darum, das richtige Gleichgewicht zwischen Mensch und Technik zu finden. KI kann beispielsweise die Inhalte für die Suchmaschinenoptimierung generieren oder regelmäßige Marketingberichte erstellen. Dadurch haben Mitarbeiter mehr Zeit, innovative Marketingkampagnen aufzusetzen.

Am Beispiel Chatbots zeigt sich, dass die Nutzung von KI keine Einbahnstraße ist. In manchen Fällen möchten Kunden lieber mit einem echten Menschen sprechen – also mit jemandem, der wirklich zuhört und ihnen persönlich sagt, was sie tun sollen. Für die Nutzung von KI-gestützten Verfahren im Marketing gilt daher das Motto: „Digitalisieren, wo möglich, aber menschlicher Umgang, wo erwünscht.“

Verwendungszweck von Daten definieren

Für eine erfolgreiche KI-gestützte Erfassung und Auswertung von Nutzungs- und Kundendaten benötigen Unternehmen eine Datenstrategie. Welche Erkenntnisse sollen aus den Daten gezogen werden? Soll herausgefunden werden, an welchem Punkt der Customer Journey der Kunde abbricht? Oder ist von Interesse, wie Kunden auf die Website kommen? Welche Daten werden benötigt, um diese Informationen extrahieren zu können?

Eine Datenstrategie sorgt also dafür, dass Unternehmen aus Daten sinnvolle Schlüsse ziehen können mit dem Ziel, Kunden ein personalisiertes Erlebnis zu bieten: kein generischer Content-Push mehr, sondern Ansprache des Kunden mit genau den richtigen Inhalten, zum richtigen Zeitpunkt und über den richtigen Kanal.

KI und Marketing – einfach umsetzen

Wie erwähnt, nutzen Marketer bereits täglich Künstliche Intelligenz – in vielen Fällen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ganz zu schweigen von all den KI-Anwendungen, die – teils auch unbewusst – im privaten Umfeld zum Einsatz kommen: die Serien- und Filmvorschläge von Netflix oder die Discover Weekly Playlist von Spotify.

All diese Angebote werden auf der Grundlage des Nutzerverhaltens zusammengestellt, um das Anwenderprofil zu verfeinern und damit ein personalisiertes Kundenerlebnis zu ermöglichen. Viele Marketing-Tools und -Anwendungen bieten inzwischen leistungsfähige KI-Funktionen: ein idealer Weg, um mit Künstlicher Intelligenz auf leicht zugängliche Weise zu beginnen.

KI übernimmt zeitfressende Aufgaben

„Ein personalisiertes Kundenerlebnis ist eine Herausforderung, der sich Konsumgüterhersteller schon seit Jahren stellen müssen. Auch im B2B-Bereich nimmt die Bedeutung dieses Themas zu“, erklärt Maren Horn, Client Service Director von Macaw. Künstliche Intelligenz ermögliche Marketingexperten, zeitaufwändige, sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren und das Kundenerlebnis zu personalisieren. Unternehmen könnten mit manuellen Verfahren niemals personalisierte Inhalte in großem Umfang anbieten. „Automatisiert und mit Hilfe trainierter Algorithmen und gut entwickelter Modelle ist dies möglich. KI ist daher ein wesentlicher Bestandteil von Personalisierungsambitionen. Sie schafft im Marketing mehr Zeit für Kreativität und Wertschöpfung“, so Horn.

(ID:47609014)