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AppliedAI-Appell veröffentlicht KI-Initiative fordert mehr Mut von Bundesregierung

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die AppliedAI-Initiative hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie Mut und rasches Handeln von der Bundesregierung fordert. Sie antwortet damit auf die im Juni vorgestellten Eckpunkte für eine Strategie zur Förderung Künstlicher Intelligenz (KI).

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Das Positionspapier von AppliedAI steht kostenlos zum Download bereit.
Das Positionspapier von AppliedAI steht kostenlos zum Download bereit.
(Bild: AppliedAI)

Gemeinsam mit 16 Unternehmen wie beispielsweise Google, SAP und Siemens hat die AppliedAI-Initiative ein Positionspapier herausgegeben. Darin fordert sie insbesondere eine fokussierte Förderung weniger Leuchtturm-Zentren im Bereich KI. „Nur durch die Bündelung der Kräfte haben wir im internationalen Vergleich die nötige Schlagkraft und auch Visibilität“, erklärt AppliedAI-Leiter Dr. Andreas Liebl. Eine Förderung nach dem Gießkannenprinzip sei dagegen nicht sinnvoll. Man begrüße zwar ausdrücklich das Engagement der Bundesregierung, jetzt sei aber schnelles Handeln gefragt. „Traut euch, die Eckpunkte jetzt umfassend umzusetzen! Sonst laufen wir Gefahr, wirtschaftlich und technologisch von den USA oder China abgehängt zu werden“, warnt Liebl.

Gezielte Ausbildung und Unterstützung

Besonders wichtig findet Liebl nicht nur ein positives Zielbild für Deutschland und Europa, sondern auch die gezielte Ausbildung von KI-Fachkräften und Anwendern. Zudem sei die Unterstützung von KI-Start-ups, die Förderung von Forschung und Transformationsprozessen in Unternehmen sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nötig. Die Initiative fordert die schnelle Einrichtung rechtlicher Rahmenbedingungen für offene Datenpools und Testlabore, die gleichermaßen Forschung und Industrie für KI-Anwendungen nutzen können. Führende Unternehmen wie Siemens, SAP, Google oder Infineon unterstützen das Positionspapier.

„Von entscheidender Bedeutung für Deutschland werden zwei Punkte sein: erstens ein grundlegend neuer Ansatz in Aus- und Weiterbildung auf allen Ebenen und zweitens das Erreichen einer effizienten Transferleistung der erstklassigen Forschungsergebnisse in die Lösungen und Produkte der Wirtschaft“, erklärt Dr. Wieland Holfelder, Vice President Engineering und Leiter des Entwicklungszentrums von Google in München.

Das vollständige Positionspapier steht auf der AppliedAI-Website zum Download bereit.

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