Studie identifiziert Hindernisse KI bleibt im Marketing hinter ihren Möglichkeiten zurück

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die dritte Erhebungswelle der Studie „Künstliche Intelligenz im Marketing“ zeigt, dass KI weiter den erwarteten Möglichkeiten zurückbleibt. Fünf wesentliche Hindernisse zeichnen sich dabei ab.

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Prof. Dr. Claudia Bünte, Marketingexpertin der SRH Berlin University of Applied Sciences
Prof. Dr. Claudia Bünte, Marketingexpertin der SRH Berlin University of Applied Sciences
(Bild: SRH Berlin University of Applied Sciences)

Prof. Dr. Claudia Bünte, Marketingexpertin der SRH Berlin University of Applied Sciences, befragte nach 2018 und 2019 bereits zum dritten Mal Marketingexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Erfahrungen mit KI. Die Studie zeigt erneut, dass eine große Mehrheit (91 Prozent) in der KI Chancen für Unternehmen und das Marketing sehen. Dennoch nutzen nur rund 8 Prozent der Befragten die Technik auch täglich im Marketing – keine nennenswerte Steigerung gegenüber den Ergebnissen der letzten beiden Erhebungen.

Es gibt eine offensichtliche Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen Potenzial von KI und deren Anwendung in der Praxis. Dennoch ist im Detail eine positive Entwicklung sichtbar. So schätzen 95 Prozent KI in naher Zukunft als wichtig für Marketingaufgaben ein. Die Anzahl der Skeptiker hat sich um gut 17 Prozentpunkte auf 10 Prozent verringert. Zudem stieg die Nutzungsabsicht im Schnitt um rund 54 Prozent an. „KI steht also kurz vor dem Tipping Point, ihr Potenzial im Marketing zu entfalten, doch irgendetwas hemmt den Einsatz noch. Dieses Mal wollten wir wissen, was das ist“, so Bünte.

Fünf Gründe behindern KI-Einsatz

Die Studie identifiziert die fünf wesentlichen Hindernisse für einen breiten KI-Einsatz im Marketing: So ist das Know-how zu KI nach eigener Einschätzung der Teilnehmer eher gering. Die Einstellung zu KI wandelt sich positiv, es gebe aber weiterhin noch Skeptiker. Laut der Studie gehen außerdem die Einschätzungen von Führungskräften und Mitarbeitern deutlich auseinander. Weitere Gründe sind ein nur gering ausgeprägter Fokus auf Daten sowie mangelnde Erfahrungen mit KI.

Allerdings gebe es laut Bünte auch einen Lichtblick: Alle genannten Hindernisse lassen sich mit einfachen Mitteln überwinden. Dazu zählen etwa Trainings und Workshops zum Wissensaufbau oder Einsatz etablierter Software-as-a-Service-Angebote. Auch zeigen die Erfahrungen, dass Unternehmen mit KI im Marketing erfolgreicher als ihre Wettbewerber sind.

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