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ABB, Bosch und Cisco heben Zusammenarbeit auf neue Ebene Joint Venture für das Smart Home

| Autor: Sylvia Lösel

Anfang 2015 soll es losgehen mit dem neuen Joint Venture von ABB, Bosch und Cisco. Die Unternehmen, die im vergangenen Jahr bereits ein Konsortium gegründet hatten, gehen damit noch einen Schritt weiter.

Von der Absichtserklärung zur Umsetzung: Joint Venture von ABB, Bosch und Cisco nimmt Gestalt an.
Von der Absichtserklärung zur Umsetzung: Joint Venture von ABB, Bosch und Cisco nimmt Gestalt an.
(© fotogestoeber - Fotolia.com)

ABB, Bosch und Cisco wollen ein internationales Gemeinschaftsunternehmen gründen, das eine offene Software-Plattform für das vernetzte Haus entwickeln und betreiben soll. Dabei ist wohl klar, dass der Sitz des Joint Ventures in Deutschland sein wird. Was noch nicht klar ist: Wie das Unternehmen und die Plattform heißen sollen. Die Gründung steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

Neue Geschäftsmodelle

Die offene Software-Plattform soll einfachen Datenaustausch zwischen Geräten von unterschiedlichen Herstellern ermöglichen. Nutzer sollen sich damit künftig keine Gedanken mehr über unterschiedliche Technologien machen müssen, um ihre elektrischen und elektronischen Geräte zuhause zu steuern. Die neue Plattform soll zudem die Bereitstellung einer Vielzahl von Dienstleistungen zu den Geräten ermöglichen, so zum Beispiel in den Bereichen Energiemanagement, Sicherheitstechnik sowie Unterhaltung. Das ermöglicht neue Geschäftsmodelle: So können etwa Software-Entwickler die unterschiedlichsten Apps für diese Einsatzfelder programmieren.

Ökosystem soll entstehen

Zusätzlich zur Entwicklung und zum Betrieb der Software-Plattform wollen die Unternehmen Anbietern aus den Bereichen Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Heimautomatisierung und Internet-Dienstleistungen die Mitarbeit in einem Business Ecosystem ermöglichen. Dieses Business Ecosystem soll die Zusammenarbeit erleichtern und unterschiedliche Nutzeranforderungen in die Entwicklung der Software-Plattform mit einbeziehen.

Das Joint Venture geht aus der Initiative des vergangenen Jahres hervor. Damals war auch noch LG Electronics mit an Bord. LG unterstütze das Vorhaben weiterhin und werde gleich zum Start in das Joint Venture eintreten, hieß es auf Nachfrage.

Von Vereinigungen ähnlicher Art will sich das Unternehmen abgrenzen. „Da das Joint Venture rein B2B-basiert ist, bleiben die Marken aller Anbieter von Produkten und Services weiterhin sichtbar. Jeder Service Provider kann auf Basis seines eigenen Backend-Systems arbeiten, die gemeinsame Plattform des Joint Ventures dient nur zur Interoperabilität.“

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 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin