Studie von NordVPN IoT-Sicherheit wird gerne vernachlässigt

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Einer aktuellen Studie von NordVPN und Cint zufolge unternimmt etwa jeder sechste Verbraucher nichts, um seine Smart-Home-Geräte zu schützen. Dabei haben bereits 89 Prozent aller Deutschen ein IoT-fähiges Gerät in ihrem Haushalt.

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Eine Studie von NordVPN zeigt, dass die Sicherheit von IoT-fähigen Geräten nicht immer ernstgenommen wird.
Eine Studie von NordVPN zeigt, dass die Sicherheit von IoT-fähigen Geräten nicht immer ernstgenommen wird.
(Bild: Screenshot / NordVPN)

Die Umfrage unter jeweils 1.000 Personen aus Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA gibt einen Einblick in den Umgang der Verbraucher mit IoT-fähigen Geräten. Sie zeigt aber auch, dass Nutzerverhalten ein zusätzlicher Aspekt ist, wenn es um die Sicherheit von IoT-Geräten geht.

Und damit ist es ohnehin nicht allzu gut bestellt, wie Daniel Markuson von NordVPN weiß: „Die Hersteller von IoT-Geräten haben es eilig, die Geräte zu verkaufen. Dies bedeutet, dass sie sie nur mit den minimalen, unbedingt notwendigen Funktionen ausliefern, um damit den Entwicklungsprozess zu verkürzen und die Kosten so weit wie möglich zu senken. Das ist großartig für die Gerätehersteller, aber nicht für die Verbraucher. Wenn Dinge überstürzt werden, kommt es zu großen Sicherheitslücken“.

Mangelhafte Schutzmaßnahmen

Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Verbraucher irgendeine Art von IoT- oder mit dem Netz verbundene Geräte besitzt – selbst, wenn es sich dabei nur um einen Router handelt. Die Deutschen nutzen ihre IoT-fähigen Geräte gerne: Nur elf Prozent gaben an, kein entsprechendes Gerät zu besitzen. Am Sicherheitsbewusstsein mangelt es aber noch. Knapp jeder sechste Befragte in Deutschland gab an, keinerlei Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

41 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass Hersteller für die Sicherheit der von ihnen produzierten Geräte verantwortlich sein sollten. Über die Hälfte (56 Prozent) der Befragten sieht sich dagegen selbst in der Verantwortung. Von den Nutzern werden vor allem veraltete Programme (76 Prozent), Datenschutzprobleme (75 Prozent) oder Designfehler wie etwa bei Verschlüsselungsmaßnahmen (75 Prozent) gefürchtet.

Tipps für mehr Sicherheit

NordVPN rät zu den folgenden Maßnahmen, um IoT-fähige Geräte im Haushalt sicher zu betreiben:

  • Datenschutzprobleme der gekauften Geräten ermitteln: Sehen Sie sich technische Websites an, die sich mit Datenschutz- und Sicherheitsproblemen befassen, oder kaufen Sie Geräte, die von Organisationen wie ioXt zertifiziert wurden.
  • Datenschutzerklärung und andere Bedingungen der Geräte lesen.
  • Ausgeklügelte Passwörter erstellen: Verwenden Sie einen sicheren Passwort-Manager, falls Sie Passwörter leicht vergessen.
  • Geräte gepatcht und aktuell halten: Überprüfen Sie, ob Ihre Geräte automatisch aktualisiert werden. Stellen Sie andernfalls sicher, dass auf ihnen die neueste Firmware ausgeführt wird.
  • Ungenutzte Funktionen deaktivieren: Falls ungenutzte Funktionen im Hintergrund ausgeführt werden, tun sich unnötige Sicherheitslücken oder Datenschutzprobleme auf.
  • VPN auf dem Router installieren: VPNs können dazu beitragen, Man-in-the-Middle-Angriffe zu verhindern, indem sie den Datenverkehr verschlüsseln und gegen viele weitere Probleme mit schlechter Verschlüsselung auf IoT-Geräten vorgehen.

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