Report von McKinsey zeigt Chancen IoT-Segment hat Wertpotenzial von bis zu 13 Billionen US-Dollar

Von Martin Hensel und Martin Hensel

Laut einer aktuellen Studie von McKinsey könnte das Internet der Dinge (IoT) bis zum Jahr 2030 einen globalen wirtschaftlichen Mehrwert von 13 Billionen US-Dollar schaffen. Fabrikumgebungen und das Gesundheitswesen sind dabei von besonderer Bedeutung.

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Das Internet der Dinge birgt hohes wirtschaftliches Potenzial, wie ein aktueller Report von McKinsey zeigt.
Das Internet der Dinge birgt hohes wirtschaftliches Potenzial, wie ein aktueller Report von McKinsey zeigt.
(Bild: Screenshot / McKinsey)

Der Report „The Internet of Things: Catching up to an accelerating opportunity“ von McKinsey beleuchtet insgesamt 99 IoT-Anwendungsfelder. Demnach konzentriert sich das wirtschaftliche Wertpotenzial des IoT verstärkt auf bestimmte physische Bereiche und Anwendungsfelder. Zu den Top 5 gehören Fabriken, Gesundheit, Arbeitsplätze, Städte und außerstädtische Umgebungen. Letzteres schließt Fahrzeugnavigation, Containertransport oder die Paketzustellung mit ein.

Diese fünf Bereiche machten allein etwa 52 Prozent des potenziellen wirtschaftlichen Werts von IoT im Jahr 2020 aus. Bis 2030 soll dieser Anteil laut McKinsey auf etwa 40 bis 48 Prozent zurückgehen, da mehr Anwendungsfälle an Zugkraft gewinnen.

Im Mainstream angekommen

„Das Internet der Dinge ist zu einer Mainstream-Anwendung geworden und für viele Menschen im Alltag erfahrbar“, erklärt Niko Mohr, Partner im Düsseldorfer Büro von McKinsey. Fitnessarmbänder und intelligente Haussteuerung seien jedoch nur eine Seite der Medaille. Die größten Potenziale für das IoT liegen auf Unternehmensseite, beispielsweise bei der intelligenten Fabriksteuerung. Dies schaffe 65 Prozent des Mehrwerts in diesen Bereichen und 35 Prozent in kundennäheren Anwendungen. „Allerdings wächst gerade der Konsumentenbereich deutlich“, ergänzt Mohr.

Fabriken (3,3 Billionen US-Dollar) haben das größte Potenzial, gefolgt vom Gesundheitssektor mit 1,8 Billionen US-Dollar. Große Chancen finden sich zudem im Bereich nicht-standardisierter Produktionsumgebungen (1,7 Billionen US-Dollar) wie etwa Baustellen oder Öl- und Gasfelder. Gleiches gilt für Städte (1,7 Billionen US-Dollar), beispielsweise hinsichtlich adaptiver Verkehrssteuerung und der Messung von Umweltdaten. Auch der Handelssektor mit selbstscannenden Kassen und optimiertem Warenangebot bringt es auf 1,2 Billionen US-Dollar wirtschaftliches Potenzial. Mit dreistelligen Millionenbeträgen sind auch die Segmente Infrastruktur, Haushalt, Fahrzeuge und Büros stark vertreten.

Mangelnde Interoperabilität bremst Skalierung

Die Ergebnisse der Studie legen aber auch nahe, dass die IoT-Nutzung vor allem in Fabrikumgebungen noch hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. „Zwar ist die Technologie vorhanden und ausgereift; allerdings kommen viele Unternehmen wegen Organisationsproblemen, Cyber-Risiken sowie heterogenen Technologie- und Applikationslandschaften nicht über Pilotphasen hinaus“, verdeutlicht Bodo Koerber, Partner im Düsseldorfer Büro von McKinsey.

Dafür ist insbesondere die fehlende Interoperabilität zwischen verschiedenen herstellerspezifischen Systemen verantwortlich. Fragmentierte technologische Ansätze verhindern die nötige übergreifende und fehlerfreie Kommunikation. „Offene Standards, Plattform Integration und Konnektivität – wie wir sie mittlerweile etwa in den großen Cloud-Systemen sehen – können helfen, die kommunikativen Brücken zwischen den Systemen zu bauen“, so Koerber.

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