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Gebäudeautomatisierung „IoT-Ready“ definiert Standards für vernetzte Lichttechnik

Autor / Redakteur: Franz Graser / Nico Litzel

Eine Gruppe von Lichttechnik-Unternehmen kooperiert unter dem Label „IoT-Ready Alliance“. Ziel ist es, einen Standard zu definieren, der es erlaubt, Leuchten mit Sensoren und Vernetzungsmodulen nachrüsten zu können. Die erste Version des Standards soll Ende des Jahres vorliegen.

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Berlins Hauptbahnhof strahlt bei Nacht: Da sich LED-Lichtanlagen gut als Träger für Sensoren für die Gebäudeautomatisierung eignen, plant die „IoT-Ready Alliance“ die Entwicklung von Standards zur Nachrüstung von LED-Leuchten mit IoT-Technik.
Berlins Hauptbahnhof strahlt bei Nacht: Da sich LED-Lichtanlagen gut als Träger für Sensoren für die Gebäudeautomatisierung eignen, plant die „IoT-Ready Alliance“ die Entwicklung von Standards zur Nachrüstung von LED-Leuchten mit IoT-Technik.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Zwar herrscht momentan kein Mangel an Industriekonsortien, die sich auf das Thema Gebäudeautomatisierung im IoT-Umfeld spezialisiert haben. Zu nennen wären hier beispielsweise IP500 mit dem Fokus auf Brandschutz und Gebäudesicherheit oder EEBus, die den Schwerpunkt auf Themen wie intelligente Heizung und Belüftung sowie Energie legt.

IoT-Ready kommt allerdings ein Alleinstellungsmerkmal zu, da diese Allianz bewusst die nachträgliche Auf- und Nachrüstung von Beleuchtungsanlagen mit IoT-Sensoren thematisiert und einen Ansatz vorstellt, der die unterschiedlichen Lebenszyklen von Lichttechnik und IoT in Einklang zu bringen versucht.

Grundsätzlich bieten sich LED-Beleuchtungsanlagen in sogenannten intelligenten Gebäuden als Träger für mit dem Internet verbundene Sensoren an, da sie in der Regel gut erreichbar sind und auch die Stromversorgung kein Problem darstellt.

Allerdings ist davon auszugehen, dass LED-Leuchten eine wesentlich längere Lebensdauer aufweisen als die Sensoren. Daher will die „IoT-Ready Alliance“ einen Standard definieren, mit dem Leuchten nachträglich durch Sensoren und Anschlussmodule aufgerüstet werden können.

Ein weiteres Ziel ist der unkomplizierte Austausch der IoT-Gerätschaften durch eine weiterentwickelte Generation. Deshalb soll eine Standardschnittstelle zwischen LED-Leuchte und IoT-Sensor entwickelt werden, die den unkomplizierten Ein- und Ausbau sowie die Aufrüstung der Geräte möglich macht.

Die Allianz erarbeitet deshalb zur Zeit Vorschläge für die Gestaltung von Schnittstellen für interne und externe IoT-Sensoren. Erstere sind in die Beleuchtungsanlage integriert, letztere sind nur daran befestigt oder nutzen die Leuchte als Stromquelle. Darüber hinaus definiert die Gruppe Normen für Verbinder und mechanische Formfaktoren der Geräte.

Das erste Release des Standards soll Ende des Jahres verabschiedet werden. Das ist zumindest das selbstgesteckte Ziel der Allianz. Die ersten Leuchten, die den Standard erfüllen, sollen ebenfalls gegen Ende des Jahres verfügbar sein.

Zu den ersten Teilnehmern aus der Branche zählen Aruba (ein Unternehmen von Hewlett Packard Enterprise), Click Technology Co, DECO Lighting, DesignLights Consortium, Enlighted, ERP Power, Focal Point, MEAN WELL, Orion Energy Systems, Selux, Shenzhen Lighting Control, Silergy Corp, Tridonic, Universal Lighting Technologies und USAI Lighting.

Darüber hinaus kann jede Firma und jede Organisation, die an der Weiterentwicklung intelligenter Gebäude interessiert ist, der Gruppe beitreten.

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