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Intel Compute Card Intel stellt modulare Rechnerplattform im Kreditkartenformat vor

Redakteur: Sebastian Gerstl

Auf der diesjährigen CES in Las Vegas präsentierte Intel einen x86-basierten Rechner im Keditkartenformat. Das kompakte PC-System, noch für das erste Halbjahr 2017 angekündigt ist, soll eine grundlegende Plattform Embedded Systeme im Internet of Things werden.

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Intel Compute Card im Größenvergleich mit einer Kreditkarte: Das 5 mm dicke Modul auf Basis eines x86-Prozessors aus der 7. Generation der Core-Familie soll einen neuen Formatstandard für Embedded Systeme etablieren.
Intel Compute Card im Größenvergleich mit einer Kreditkarte: Das 5 mm dicke Modul auf Basis eines x86-Prozessors aus der 7. Generation der Core-Familie soll einen neuen Formatstandard für Embedded Systeme etablieren.
(Bild: Intel)

PC-Systeme können mittlerweile immer kompakter gestaltet werden. Das zeigen nicht nur die Compute-Sticks, die seit 2015 von Intel und einer ganzen Reihe weiterer Hersteller angeboten werden. Intel präsentierte mit der Compute Card nun einen neuen, ultraflachen Formfaktor, die mit 94,5 x 55 Millimetern Größe und nur 5 Millimeter Dicke grob an eine Scheckkarte erinnert.

Bisher verrät Intel leider erst wenige Details zur Compute Card, die der Prozessorgigant noch im laufenden Jahr, voraussichtlich im zweiten Quartal 2017, auf den Markt bringen will. Im Herzen schlummert ein SoC mit integriertem (Flash-)Speicher, I/O-Schnittstellen und einer CPU aus der 7. Generation der Intel Core-Familie; die Möglichkeiten reichen von Core-M über i5-CPUs der Mittelklasse bis hin zu Core i7-Prozessoren. Auf eine aktive Kühlung wird verzichtet, Wärme wird über das Metallgehäuse automatisch abgeleitet. Das gesamte Gerät ist mit Ausnahme der Anschlüsse an der Unterseite vollkommen abgedichtet und kann somit nicht weiter geöffnet werden.

Für Verbindung zu Displays und kabelgebundene Datenübertragung setzt der Hersteller auf ein variables Interface, das als „USB-C plus Extensions“ bezeichnet wird. Über ein entsprechendes Verbindungskabel können hierüber USB, HDMI sowie DisplayPort bereitgestellt werden. Über die tatsächlich vorhandene Kapazität zum Datendurchsatz ist allerdings derzeit nichts bekannt. Weitere technische Details sowie mögliche Preise sollen erst zum Marktstart angekündigt werden.

Die Compute Card ist primär nicht für den Einsatz als Desktop-PC gedacht. Intel setzt vielmehr darauf, mit der Compute Card eine kleinformatige, modulare Rechnerplattform für IoT-Geräte zu etablieren. Zu den angedachten Anwendungsgebieten zählen beispielsweise Bildschirme, Smart TVs, Verkaufsautomaten, Roboter, Digital Signage und andere Embedded Systeme wie etwa Haushaltsgeräte.

Eine Reihe von Herstellern - darunter Dell, HP, Lenovo oder Sharp - haben nach Angaben von Intel bereits Interesse an der Lösung signalisiert.

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