Interview mit Achim Deboeser, Informatica „Informatica 9.5 schließt die Lücke zwischen konventionellen Daten und Big Data“

Redakteur: Nico Litzel

Storage-Insider.de sprach mit Achim Deboeser, Leiter des Central European Management Teams, Vice President und General Manager von Informatica, über die jüngste Version der Datenintegrationsplattform Informatica 9.5.

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Achim Deboeser, Vice President & General Manager EMEA Central Europe bei Informatica
Achim Deboeser, Vice President & General Manager EMEA Central Europe bei Informatica

Storage-Insider.de: Informatica 9.5 soll Unternehmen dabei unterstützen, das Potenzial von Big Data zu nutzen. Inwiefern ist das für Unternehmen wichtig?

Deboeser: Big Data ist keine vorübergehende Modeerscheinung. Aktuell sehen sich viele Unternehmen mit brisanten Fragen konfrontiert, wenn es darum geht, Daten für das Business auf neue Weise zu nutzen. Durch die Nutzung großer Daten können Unternehmen und Organisationen ihre betriebliche Effizienz steigern, Datenverwaltungskosten reduzieren und ihr Kundenbeziehungs-Management verbessern.

Informatica 9.5, die neueste Version der Informatica-Plattform, wurde entwickelt, um besser mit enorm großen Datenmengen in allen Formaten und Geschwindigkeiten umzugehen. Die Plattform verfügt über zahlreiche neue Features und Funktionen, mit denen Unternehmen Big Data besser nutzbar machen können – ob hochvoluminöse Transaktionsdaten, Social-Media-Inhalte, Sensor-und Geräte-Informationen, Web Clickstreams sowie Prozessdaten aus Hadoop-/MapReduce-Frameworks.

Darüber hinaus bietet Informatica 9.5 auch Innovationen bei traditionellen Daten in Unternehmens-Anwendungen, Data Warehouses sowie Cloud-Umgebungen. In der Tat spielt die neue Version der Datenintegrationsplattform eine entscheidende Rolle, um die Lücke zwischen konventionellen Daten und Big Data zu schließen. Informatica 9.5 ist darauf ausgelegt, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Return on Data zu steigern.

Was versteht Informatica unter einem „Return-on-Data“?

Deboeser: Organisationen können, einfach ausgedrückt, die Probleme von Big Data angehen und die Chancen großer Datenmengen nutzen, wenn sie über die Gesamteinnahmen, die sich aus einer konsistenten Daten-Strategie ergeben, nachdenken. Der „Return on Data“ ist ein einfaches Konzept für IT-Führungskräfte, damit diese bei der Datenverwaltung grundlegend die richtigen taktischen und strategischen Maßnahmen ergreifen.

Was sind die wichtigsten Anwendungsgebiete

Deboeser: Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten für Informatica 9.5 zählt eine agile Business Intelligence: Informatica 9.5 beschleunigt das Einbringen neuer Intelligenz in das Geschäft, und zwar innerhalb von Tagen anstatt von Wochen oder Monaten, bei gleichzeitiger Senkung der Entwicklungskosten. Dafür sorgen Funktionen wie Data Discovery zur Identifizierung der Datenqualität, der Struktur und Fragen der Privatsphäre und zur Beschleunigung des Data-Profiling-Prozesses, Xmap zur Zeit- und Kostenminimierung, die jeweils anfallen, um hierarchische Daten zu verarbeiten und Daten-Virtualisierung, um den Zugriff auf neue Datenquellen zu beschleunigen und die Kosten dieses Wechsels zu reduzieren.

Informatica 9.5 verbessert zudem die Performance der Anwendungen, um Business-SLAs einzuhalten und gleichzeitig die Kosten für Storage, Infrastruktur und Wartung zu reduzieren. Möglich machen das Funktionen wie Data Discovery zur Identifizierung ruhender oder selten genutzter Daten, eine smarte Partitionierung, um die Anwendungsleistung zu erhöhen und eine einheitliche Konsole zur Verwaltung der Partitionierungs-und Archivierungs-Policies für mehr Überschaubarkeit und Produktivität. Informatica 9.5 stellt die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien und Bestimmungen sicher und verringert das Risiko von Datenmissbrauch. Es senkt auch die Kosten der Implementierung und Verwaltung persönlicher Daten.

Weitere Funktionen sind beispielsweise eine maschinelle Sprachverarbeitung, um die Bedeutung aus dem Text zu extrahieren, soziales Master Data Management, um soziale Kundenprofile zu erstellen, Nutzung von Social Media als Kanal auf den Markt und die Analyse von Big Data. Mit Informatica 9.5 können Unternehmen Clickstreams analysieren, ebenso wie Social Media, POS und andere Kundendaten, um Verhalten und Vorlieben zu verstehen, sowie Geräte-, Sensor-, Maschinen-, Tag- und Zählerdaten auswerten, um damit die Geschäftsabläufe zu verbessern. Außerdem können Kunden Hadoop-Prozesse leichter übernehmen, um neue Analysen kostengünstiger und skalierbarer zu machen.

Wodurch hebt sich Ihr Produkt vom Wettbewerb ab?

Deboeser: Informatica 9.5 ist die beste Technologie, um den Return on Data zu maximieren, weil Informatica sich an alle drei Komponenten von Big Data richtet: große Mengen von Transaktionsdaten, Interaktionsdaten und Verarbeitung großer Datenmengen – auf einer einzigen Plattform. Informatica 9.5 konzentriert sich darüber hinaus nicht nur auf die Aktivierung von Hadoop-Prozessen, sondern auf Vermehrung des Hadoop-Stacks mit zusätzlichen wichtigen Funktionen wie Governance, Sicherheit und Lifecycle-Management, um einen echten geschäftlichen Mehrwert sicherzustellen, der von Hadoop-Implementierungen geliefert wird. Und nur Informatica 9.5 bietet eine Daten-Timeline für das soziale Master Data Management, um ein umfassendes soziales Profil der Kunden zu liefern, unter Einbeziehung der Historie und Herkunft der Daten.

Auch bietet einzig Informatica 9.5 eine komplette End-to-End-Lösung für den Datenschutz sowohl im Zusammenhang mit durchgehendem als auch dynamischen Data Masking, ebenso wie sensitives Daten Discovery und die Validierung von Data Masking. Nur Informatica 9.5 bietet ein zentrales Policy-Management für die Partitionierung und Archivierung und nur Informatica 9.5 liefert eine bündige Integrationsplattform als Cloud Service, um sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen über alle relevanten Geschäftsdaten verfügen.

Welche Hadoop-Distributionen werden unterstützt? Mit welchen Anbietern unterhalten Sie Partnerschaften? Unterstützen Sie auch andere Big-Data-Technologien wie Cassandra oder NoSQL-Datenbanken?

Deboeser:

Derzeit haben wir Partnerschaften mit Cloudera, Hortonworks und MapR-Distributionen von Hadoop. Wir untersuchen auch andere Technologien in unseren Laboren und sobald wir eine Kundennachfrage erkennen, werden wir in die Unterstützung investieren. Es ist zu früh, um vorherzusagen, welche Player gewinnen werden, sodass wir diesen Sektor genau beobachten, um sicherzustellen, dass wir unseren Kunden genau die Unterstützung bieten, die sie brauchen.

Hadoop basiert auf einer Open-Source-Technologie. Bewegen Sie sich jetzt in Richtung Open Source?

Deboeser: Wie bei vielen Open-Source-Technologien verlassen sich die meisten Unternehmen immer noch auf kommerzielle Distributionen, die vom Hersteller bereitgestellt werden, um sicherzugehen, dass sie Zugang zu einer stabileren Konfiguration von Open-Source-Technologien haben sowie zum Support, zu Tools und Schulungen, die sie für die anfängliche Entwicklung und die laufende Wartung benötigen. So sind wir Partner der führenden Hadoop-Anbieter wie Cloudera, Hortonworks und MapR. Wir haben auch damit begonnen, "Freemium"-Versionen von bestimmten Produkten wie HParser Community Edition anzubieten, bei denen die Basis-Version kostenlos ist, während eine Version mit erweiterten Funktionen dann kostenpflichtig ist.

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