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Vernetzungseffekte werden unterschätzt Industrie 4.0 rechnet sich für mittelständische Unternehmen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Investitionen in Industrie 4.0 können sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schon innerhalb von etwa sechs Jahren amortisieren, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Die Studie zeigt: Industrie 4.0 rechnet sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen.
Die Studie zeigt: Industrie 4.0 rechnet sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen.
(Bild: BMWi)

Die Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH entstand im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“. Demnach bringen die mit Industrie 4.0 einhergehenden und bisher wenig untersuchten positiven Vernetzungseffekte mittelfristig hohen Nutzen für kleine und mittelständische Firmen.

Potenzial vorhanden

Laut der Untersuchung verbinden deutsche Unternehmen hauptsächlich positive Erwartungen bezüglich betriebswirtschaftlicher Potenziale mit den durch Industrie 4.0 ausgelösten Entwicklungen. Das volkswirtschaftliche Wachstumspotenzial in den kommenden fünf Jahren wird auf 153,5 Milliarden Euro geschätzt. Dennoch agieren vor allem mittelständische Firmen noch zögerlich: Die erforderlichen Investitionskosten werden weitaus höher eingeschätzt als das resultierende Umsatzwachstum.

Standards sind gefragt

Die Studie liefert dafür einen Erklärungsansatz, indem sie die Wirkung von Investitionen in Industrie 4.0 in Abhängigkeit von den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Vernetzungsmöglichkeiten betrachtet. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen benötigen einheitliche Kommunikationsstandards und Interoperabilität im Produktionsverbund, um das Potenzial von Industrie 4.0 ausschöpfen zu können. Großunternehmen nehmen in dieser Hinsicht eine Schlüsselrolle bei der Standardisierung ein. Die vollständige Studie „Industrie 4.0: Volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren für den Standort Deutschland“ steht auf der BMWi-Homepage zum Download bereit.

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