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PwC-Studie veröffentlicht Industrie 4.0 – Produktionsunternehmen machen Ernst

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Digitalisierung in der Produktionsbranche ist weltweit in vollem Gang. Laut der Studie „Industry 4.0: Building the digital enterprise“ von PriceWaterhouseCoopers (PwC) sollen Firmen über 900 Milliarden US-Dollar jährlich bis 2020 investieren.

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PwC hat sich mit dem Stand und der Zukunft von Industrie 4.0 befasst.
PwC hat sich mit dem Stand und der Zukunft von Industrie 4.0 befasst.
(Bild: PwC)

Rund ein Drittel der Unternehmen stuft den eigenen Digitalisierungsgrad schon jetzt als hoch ein. Im Schnitt soll dieser Wert im Lauf der nächsten fünf Jahre von 33 Prozent auf 72 Prozent steigen. Digitalisiert wird demnach nicht nur bei wesentlichen Funktionen innerhalb der vertikalen Wertschöpfungskette, sondern auch horizontal mit Partnern entlang der Lieferkette. Zusätzlich erweitern digitale Funktionen und datenbasierte Dienstleistungen das Produktportfolio.

Weltweit wollen die Firmen dazu etwa fünf Prozent ihres digitalen Umsatzes investieren, was rund 907 Milliarden US-Dollar entspricht. Angelegt wird vor allem in digitale Technologien wie Sensoren oder Konnektivitätsgeräte sowie in Software, Mitarbeitertrainings und organisatorische Veränderungen. 55 Prozent der Befragten erwarten, dass sich diese Aufwendungen bereits innerhalb von zwei Jahren amortisieren.

Faktoren für den Erfolg

Über 80 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Data Analytics in fünf Jahren ihre Entscheidungsprozesse signifikant beeinflussen wird. Als Erfolgsfaktor gilt auch die Gewährleistung der Datensicherheit. „Digitale Ökosysteme können nur funktionieren, wenn sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass ihre Daten nicht in falsche Hände geraten. Das verlangt von Unternehmen erhebliche Anstrengungen, hohe Investitionen in die Sicherheit ihrer Systeme und klare Standards zum Schutz ihrer Daten“, erklärt Reinhard Geissbauer, Leiter Industry 4.0 EMEA und Partner beim PwC-Netzwerkmitglied Strategy&.

Deutsche Unternehmen setzen laut der Studie die Digitalisierung vor allem ein, um ihre Effizienz und Produktqualität zu erhöhen. Industrie-4.0-Systeme sollen dabei die operativen Kosten senken und die Prozesseffizienz erhöhen. Probleme sehen die weltweiten Unternehmen noch bei mangelnder interner digitaler Kultur, Vision und Trainings sowie fehlenden Spezialisten. In Deutschland herrscht vor allem beim Reifegrad von Data Analytics noch Handlungsbedarf: Nur 23 Prozent halten sich in diesem Segment für „fortgeschritten“, 56 Prozent gehen von einem mittleren Entwicklungsgrad aus. Weitere 18 Prozent sehen deutliche Defizite und 3 Prozent vergeben entsprechende Aufgaben an externe Spezialisten.

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