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Open-Source-Anwendung erhältlich Industrie-4.0-Einsatz ohne Risiko testen

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Vorteile von Industrie 4.0 lassen sich nun auch ohne hohe Investitionen oder Risiken erproben. Dazu steht ab sofort das quelloffene „Nicht-disruptive Kit für die Evaluation von Industrie 4.0“ (NIKI 4.0) bereit.

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Das NIKI-4.0-Team bei einem Treffen am FZI.
Das NIKI-4.0-Team bei einem Treffen am FZI.
(Bild: FZI)

Der Umstieg auf Industrie 4.0 erfolgt zumeist durch Austausch oder Aufrüstung des Maschinenparks. Kostenintensive Investitionen sind nötig, selbst für Testläufe. Das Projekt NIKI 4.0 will hier Abhilfe schaffen: Heute veröffentlichen die Partner Hahn-Schickard, das Forschungszentrum Informatik (FZI) und die Hochschule Offenburg einen Open-Source-Prototypen auf GitHub. Die Software soll insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Möglichkeit bieten, ein Industrie-4.0-Umfeld zu testen und zu evaluieren, ob sich entsprechende Investitionen lohnen.

Keine Unterbrechungen

Das NIKI-4.0-Softwarepaket ermöglicht Unternehmen das Abschätzen von Vorteilen für die reale Produktion. Migrationsanforderungen lassen sich einfacher bestimmen. Dank der Software bleiben die eigentlichen Produktionsanlagen und Maschinen unverändert. Fertigungsprozesse werden von der zusätzlichen Datenerfassung nicht beeinflusst. „Das Kit kann unmittelbar in den Produktionsablauf integriert werden. Weder verlangsamt es diesen, noch unterbricht es ihn. Produktionsausfälle oder Störungen müssen nicht in Kauf genommen werden, dadurch kann ein erheblicher Effizienzgewinn erzielt werden“, erklärt FZI-Vorstand Prof. Dr. Andreas Oberweis.

Beratung aus dem Mittelstand

Bereits am 14. November trafen sich die Forschungspartner mit ihren Projektbegleitern, die größtenteils aus baden-württembergischen Mittelstandsunternehmen bestehen. Sie beraten das Projekt in allen Phasen und sorgen für Fallbeispiele. Das NIKI-4.0-Projekt ging am 1. Februar 2016 an den Start. Es wurde von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH beauftragt, hat eine Laufzeit von 28 Monaten und endet dementsprechend am 31. Mai 2018.

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