Fachkräftemangel

Industrie 4.0 benötigt Big-Data-Experten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Big Data Analytics kommt vorwiegend bei Marketing und Vertrieb zum Einsatz.
Big Data Analytics kommt vorwiegend bei Marketing und Vertrieb zum Einsatz. (Bild: BARC)

Laut der von Cloudera unterstützten BARC-Studie „Big Data Use Cases 2015“ ist fehlende Big-Data-Expertise eine echte Bremse für das wichtige Thema Industrie 4.0. Der Einsatz von Technologien wie Apache Hadoop werde zunehmend zum Wettbewerbsfaktor für Unternehmen.

63 Prozent der Befragten beklagten fehlendes fachliches und 61 Prozent mangelndes technisches Know-how. Universitäten, die Industrie sowie die Softwarebranche müssten hier neue Experten schulen. Dennoch finde bereits ein Umdenken statt: In der Industrie betreiben 24 Prozent der Unternehmen Pilotprojekte, im Branchenvergleich ein Höchstwert. Basis der Studie ist eine internationale Online-Anwenderumfrage unter 559 Personen aus unterschiedlichen Branchen. 37 Prozent der Teilnehmer stammen aus der DACH-Region.

Standard-Tools dominieren

Im Rahmen der Studie wurde auch nach den eingesetzten Technologien gefragt. Hier liegen Standard-BI-Tools (62 Prozent) ganz vorne, gefolgt von relationalen Datenbanken (53 Prozent) und Standard-Datenintegrationswerkzeugen (53 Prozent). Zudem gewinnt Hadoop an Bedeutung: 17 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bereits entsprechende Lösungen im Einsatz, 16 Prozent wollen das in den nächsten zwölf Monaten realisieren. Weitere 24 Prozent planen langfristig die Implementierung von Hadoop-Systemen.

Bessere Wertschöpfung mit Big Data

Die Studie zeigt außerdem, dass Big-Data-Analysen zur Wertschöpfung beitragen: Bei 69 Prozent der Befragten führten sie zu besseren strategischen Entscheidungen. Mehr als die Hälfte gab an, operative Prozesse besser steuern zu können. Im Schnitt erbrachten die Big-Data-Initiativen eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent und eine Kostenersparnis von 16 Prozent. „An Big Data führt kein Weg mehr vorbei“, betont BARC-Geschäftsführer Dr. Carsten Bange. „Unsere Studie zeigt deutlich, dass Big-Data-Analysen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und konkret messbaren Nutzen mit sich bringen. Unsere dringende Handlungsempfehlung: Wer die Vorteile von Big Data noch nicht nutzt, sollte so schnell wie möglich damit beginnen. Technologisch sollten Unternehmen dabei auf eine Kombination vorhandener Software und neuer, spezialisierter Lösungen wie Hadoop setzen“, erklärt er.

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