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Studie Industrial Analytics bietet erhebliches wirtschaftliches Potenzial

| Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Nico Litzel

Industrial Analytics, die Auswertung der in der Industrie über den Lebenszyklus der Produkte anfallenden Daten, führt in der öffentlichen Wahrnehmung ein Nischendasein. Doch im Rahmen der digitalen Transformation ist es für die Industrie von großer Bedeutung, wie sie die gewonnenen Daten nutzbar macht.

Nicht zuletzt soll Industrial Analytics zu höheren Einnahmen führen, so die Studie.
Nicht zuletzt soll Industrial Analytics zu höheren Einnahmen führen, so die Studie.
(Bild: Alexander Thamm)

Bislang war unklar, wie weit die Unternehmen in Sachen Industrial Analytics vorangeschritten sind. Für eine Standortbestimmung ließ der Digital Analytics Association e.V., der auch Alexander Thamm angehört, die Studie „Industrial Analytics 2016/2017“ durchführen. Diese zeigt: Trotz Herausforderungen ist Industrial Analytics gekommen, um zu bleiben.

Strategische Bedeutung

Industrial Analytics ist der Studie zufolge dabei, sich zum unternehmenskritischen Werkzeug über alle Bereiche hinweg aufzuschwingen. Big Data, Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 sind die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung.

Fast 70 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass Industrial Analytics in den kommenden fünf Jahren eine kritische Rolle in den Unternehmen einnehmen wird. 15 Prozent sehen diesen Stellenwert schon heute erreicht. Zudem haben bereits über 45 Prozent der Befragten eine dedizierte Einheit für Industrial Analytics aufgebaut.

Daten als Ressourcen

Dass Industrial Analytics als geschäftskritische Querschnittsfunktion erkannt wurde, zeigt auch ein Blick ins Management. Nur bei sieben Prozent der Studienteilnehmer sind es der CIO oder der CTO, die entsprechende Initiativen vorantreiben.

Bei 58 Prozent der Unternehmen steht das Top-Management in Form des CEO oder COO hinter dem Engagement. Damit scheint die Mehrheit der Befragten Daten als Wirtschaftsgüter und eigenständige Ressourcen zu sehen, nicht als technologische Assets.

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