Informationen gewinnbringend einsetzen

Unternehmen schöpfen Potenzial nicht aus

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Bei der Verwertung von Informationen herrscht noch immer Nachholbedarf.
Bei der Verwertung von Informationen herrscht noch immer Nachholbedarf. (Bild: Iron Mountain)

Der Informationsmanagement-Dienstleister Iron Mountain und die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) haben den Informationswert-Index vorgestellt.

Mit dem Index können Unternehmen bewerten, wie gut sie ihre Informationen gewinnbringend einsetzen. Der neue Vergleichsindex ist eine Fortschreibung des seit 2012 jährlich veröffentlichten Index zum Informationsrisiko, der sich um den Schutz von Informationen dreht. Bei der diesjährigen Befragung wurden 1.800 Manager aus Europa und Nordamerika interviewt. Demnach schneiden deutsche Unternehmen nur mit 48 von 100 möglichen Punkten bei der Verwertung ihrer Datenanalysen ab. An der Spitze des Index finden sich US-amerikanische (56,7 Punkte) und kanadische Unternehmen (49,2 Punkte). Der Durchschnittswert von 50,1 Punkten zeigt, dass die Mehrheit der Firmen noch lange nicht den vollen Wert aus ihren Informationen zieht.

Informationsnutzen liegt brach

Zudem steht das durchschnittliche Abschneiden der deutschen Unternehmen im Widerspruch zur Selbstwahrnehmung der Führungskräfte: 70 Prozent glauben, ihre Informationen bereits optimal auszunutzen. Dabei sieht es in der Praxis ganz anders aus: 22 Prozent der Befragten beschäftigt keinen Datenanalysten, bei 19 Prozent fehlt es an den nötigen Fähigkeiten zur Dateninterpretation. Nur vier Prozent der Unternehmen können ihre Informationen gewinnbringend einsetzen, rund 36 Prozent der Firmen fehlen dazu nötige Instrumente und Fähigkeiten. Als Folge davon erlangen 43 Prozent der befragten Unternehmen nur wenig Nutzen aus den Informationen. 23 Prozent zieht sogar gar keinen Nutzen aus den Daten.

„Wenn es um das Thema Informationsmanagement geht, ist vielen der weltweit führenden Organisationen nicht klar, welche Werte in ihren Datenbeständen schlummern. Sie versuchen auch nicht, es herauszufinden“, erklärt Joachim Mohs, IT-Experte von PwC.

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