Suchen

33. Forum für Zukunftsfragen In Zeiten der Digitalisierung mit neuen Geschäftsmodellen zur Marktführerschaft

| Autor / Redakteur: Victoria Sonnenberg / Nico Litzel

Auf dem 33. Forum für Zukunftsfragen drehte sich alles rund um die Themen Robotik und mechatronische Assistenzsysteme – aber auch um die Digitalisierung, die als wesentlicher Treiber der Robotik gilt.

Firmen zum Thema

Daniel Thiel, Geschäftsführer der wissenswerkstatt Schweinfurt, zeigt, wie man jungen Menschen die Technik näher bringen kann.
Daniel Thiel, Geschäftsführer der wissenswerkstatt Schweinfurt, zeigt, wie man jungen Menschen die Technik näher bringen kann.
(Bild: vbw)

Renommierte Redner wie der ehemalige Direktor DLR-Robotik Prof. Dr. Gerd Hirzinger, Rainer Bischoff, Leiter der Konzernforschung bei Kuka und Prof. Dr. Andreas Nüchter, Universität Würzburg, brachten dem breiten Publikum mittels anschaulicher Anwendungsbeispiele die Thematik nahe und diskutierten im Anschluss gemeinsam über aktuelle Frage- aber auch Problemstellungen.

Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw-Bezirksgruppe Unterfranken, skizzierte den Haupttenor der Veranstaltung in seinem Grußwort: „Ein wesentlicher Treiber für die Robotik ist die Digitalisierung. Mit ihr ist die vierte industrielle Revolution in vollem Gange. Neue digitale Technologien verändern ganze Wertschöpfungsketten, sowohl auf der Produkt- als auch auf der Prozessebene. Gleichzeitig lösen sich die Grenzen zwischen Branchen und Technologien zunehmend auf und weichen neuen Vernetzungen. Es entstehen innovative Geschäftsideen und Produkte. Durch Industrie 4.0 wachsen die Informations- und Kommunikationstechnologien mit der Produktion zusammen. Um die damit verbundenen Potenziale nutzen zu können, werden die Unternehmen weltweit ihre Maschinen und Anlagen erneuern.“

Bildergalerie

Fieber wies darauf hin, dass jedes Unternehmen seine eigene Digitalisierungsstrategie entwickeln sollte. „Damit die Digitalisierung in Deutschland und Bayern zum Erfolg wird, ist aber auch die Politik gefragt. Sie muss den rechtlichen Rahmen an die digitale Welt anpassen. Und sie muss für eine flächendeckende, hochleistungsfähige digitale Infrastruktur sorgen. Das gilt sowohl für leitungsgebundene Netze als auch für Funknetze“, so Fieber weiter.

Auch Nüchter vom Lehrstuhl für Informatik VII: Robotik und Telematik macht die Digitalisierung als starken Innovationstreiber aus: „Die Digitalisierung wird zu disruptiven Veränderungen in der Wirtschaft führen. Innovative Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen können in kürzester Zeit zu Marktführern aufsteigen.“

Prof. Dr. Gerd Hirzinger, ehemaliger Direktor, jetzt Berater des DLR Robotik und Mechatronik-Zentrums RMC und Mitglied im Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft, erklärte: „Nach mehr als 40 Jahren intensiver Roboterforschung stehen wir jetzt am Beginn einer neuen Ära der sogenannten Assistenzrobotik. Diese ist durch die enge Mensch-Roboter-Kooperation gekennzeichnet, sei es in der industriellen Produktion oder in der Chirurgie beziehungsweise im Bereich der Unterstützung für Ältere und Hilfsbedürftige. Die Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens unterstützen diesen Trend in entscheidender Weise.“

Dr. Rainer Bischoff erklärte: „Wir befinden uns an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Roboter unterstützen den Menschen im Arbeitsleben und immer mehr auch im Alltag. Als Automatisierungsspezialist entwickelt KUKA Produkte und Lösungen für die Zukunft, in der Mensch und Roboter eng zusammen arbeiten werden. Zudem verschmelzen durch den digitalen Wandel Hardware und Software. Hier verbindet KUKA Prozesswissen mit Big-Data-Kompetenz.“

(ID:44424721)