Sensoren In 3 Minuten zur Cloud

Autor / Redakteur: Ines Näther / Nico Litzel

Texas Instruments (TI) stellt den Simple Link Sensor Tag der nächsten Generation vor. Das Unternehmen verspricht mit dem neuen Development Kit eine schnelle und einfache Integration von Sensordaten mit drahtloser Cloud-Anbindung.

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Zum Lieferumfang der Development Kits gehören Protokoll-Stacks, kostenlose Lizenz für die integrierte Entwicklungsumgebung, Online-Training und Online-Support.
Zum Lieferumfang der Development Kits gehören Protokoll-Stacks, kostenlose Lizenz für die integrierte Entwicklungsumgebung, Online-Training und Online-Support.
(Bild: TI)

„Wenn wir den Kunden helfen wollen, einen greifbaren Nutzen aus dem Internet of Things zu ziehen, müssen wir in erster Linie die Verbindung der IoT-Geräte mit den Geschäftsapplikationen einfacher gestalten“, sagt Jack Desjardins, VP Ecosystem Alliances, IBM Internet of Things. „Die neuen Simple Link Sensor Tags von TI mit ihrer zügigen Anbindung an IBM Bluemix und die Internet of Things Foundation stellt in dieser Hinsicht einen großen Fortschritt dar und erlaubt es den Kunden, mit ihren IoT-Projekten rasch geschäftliche Vorteile zu erzielen.“

Über die reine Cloud-Anbindung hinaus soll das Sensor-Tag-Ökosystem die Entwicklung einfacher als je zuvor machen. Dafür bringt es folgende Features mit:

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• Flexible Entwicklung mit mehreren Wireless-Connectivity-Optionen wie etwa Bluetooth Low Energy, 6LoWPAN und ZigBee. Auf der Basis des äußerst stromsparenden Simple Link Wireless Mikrocontrollers CC2650 sind diese umgehend verfügbar.

• 10 integrierte Low-Power-Sensoren, die dank ihrer industrieweit niedrigsten Leistungsaufnahme eine Batterielebensdauer von mehreren Jahren ermöglichen.

• Neue Dev-Pack-Steckmodule, die die Funktionalität und Programmierbarkeit des Kits erweitern.

• Direkt verfügbare Fähigkeiten mit einer kostenlosen iOS- oder Android-App. Für den Start ist keine Programmiererfahrung erforderlich.

• Mit dem IoT Cloud Ecosystem von TI ist die Verbindung zur Cloud in weniger als 3 Minuten hergestellt.

• Die angebotenen TI Design Referenzdesigns (z.B. 3D-Druckdateien für die Sensor-Tag-Gehäuse) ermöglichen die Wiederverwendung der Sensor Tags als Grundlage eigener Entwicklungen.

• Eine Wi-Fi-Demoversion des Sensor Tag wird in Kürze vorgestellt.

Zum Lieferumfang der Kits gehören Protokoll-Stacks, eine kostenlose Lizenz für die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) Code Composer Studio, Online-Training und der rund um die Uhr verfügbar Online-Support durch die TI E2E Community. Abgesehen davon ermöglichen die cloudbasierten Softwareentwicklungs-Tools von TI den Zugriff auf Beispiele, Dokumentation, Software und sogar auf eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) – alles bequem per Internet.

Unterstützung für mehrere Wireless-Conncectivity-Standards

Um die vom Sensor Tag unterstützten Standards weiter auszubauen, wird es das Entwicklungs-Kit in 2 Versionen geben:

• Der Multi-Standard Sensor Tag auf Basis des extrem wenig Strom verbrauchenden Simple Link Wireless Mikrocontrollers CC2650 unterstützt die Entwicklung für Bluetooth Smart, 6LoWPAN und ZigBee. Dieser Sensor Tag bietet ein spezielles Feature, das Entwicklern den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen 2,4-GHz-Technologien erlaubt, indem einfach und drahtlos neue Software-Images direkt von der Sensor Tag App geladen werden. Wird der Sensor Tag als ZigBee- und 6LoWPAN-Gerät genutzt, so erfolgt die Cloud-Anbindung über ein kostengünstiges Beagle Bone Black Gateway. Für die Entwicklung mit Bluetooth Smart wird die Verbindung zur Cloud dagegen über ein Smartphone hergestellt.

• Der Wi-Fi Sensor Tag ermöglicht den Anwendern Demos mit dem Simple Link Wireless Mikrocontroller CC3200. Weitere Einzelheiten und Informationen zur Verfügbarkeit folgen in Kürze. Für den sofortigen Entwicklungsstart mit der CC3200-Lösung gibt es diese Entwicklungs-Tools.

Beide Sensor Tags werden mit zehn integrierten Low-Power-Sensoren geliefert – darunter der Präzisions-Umgebungslichtsensor OPT3001 von TI, der integrierte Feuchte- und Temperatursensor HDC1000 von TI sowie der kontaktlose IR-Thermosäulensensor TMP007 ebenfalls von TI. Als weitere Sensoren sind ein 9-Achsen-Bewegungssensor (Gyroskop, Kompass und Beschleunigungssensor), ein Höhenmesser/Luftdrucksensor, ein digitales Mikrofon und ein Magnetsensor vorhanden.

Simple Link Sensor Tag: Dev Packs

Neu am CC2650 Sensor Tag der nächsten Generation ist die Möglichkeit für Entwickler, ihr Kit mit den neuen Dev Pack Steckmodulen individuell an ihr Design anzupassen. Zurzeit sind folgende Dev Packs lieferbar:

• Das für 15 US-Dollar angebotene Debug Dev Pack basiert auf dem Mikrocontroller TM4C1294 und ergänzt den Sensor Tag durch Debugging-Funktionen. Nach dem Anschluss an den Dev-Pack-Erweiterungsanschluss lässt sich der Sensor Tag mit der Code Composer Studio IDE, TI Cloud Tools oder IAR Embedded Workbench for ARM debuggen.

• Das Display (Watch) Dev Pack erweitert den Sensor Tag um ein 1,35-Zoll-Grafikdisplay mit geringer Leistungsaufnahme. Das Watch Dev Pack ist für die Entwicklung von Smartwatches, Kühlschrank-Displays und beliebiger anderer Applikationen konzipiert, die ein ausgelagertes Display benötigen.

• Das LED Audio Dev Pack besteht aus vier mehrfarbigen Hochleistungs-LEDs und einem 4 W Audioverstärker mit einem Micro-USB-Anschluss für Home-Automation-Anwendungen und intelligente Beleuchtungen.

• Auch möglich – ein eigenes Dev Pack bauen: Entwickler, die nicht das richtige Dev Pack für ihre Applikation finden können, haben die Möglichkeit, sich ein eigenes zu bauen. Laden Sie dazu einfach den Build Your Own DevPack Guide herunter.

Dieser Artikel ist ursprünglich bei unserem Schwesterportal Elektrotechnik erschienen. Verantwortliche Redakteurin: Ines Näther

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